Regenerative Energien können nicht ausreichend gespeichert werden

Energiewende erhöht die Gefahr eines Blackouts drastisch

Ohne konstant liefernde Kraftwerke (Steinkohle, Braunkohle, Kernkraft, Gaskraft) hat Deutschland ein Speicherproblem. Wind- und Sonnenenergie sind zu unbeständig. Landesweit gibt es eine Speicherkapazität für regenerative Energien für insgesamt 40 Gigawattstunden. Damit könnte man Deutschland gerade mal zwischen 30 bis 60 Minuten versorgen.

Die Energiewende sieht vor, aus der Kohle-Energie und aus der Atomkraft auszusteigen. Die Sanktionspolitik gegen Russland sieht vor, die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu minimieren. Das heißt: Es gibt auch weniger Energie aus Gaskraftwerken. Die trockenen Sommer und niedrigen Pegel der Stauseen zeigen: Energie aus Wasserkraftwerken ist ebenfalls keine zuverlässige Stütze. Gleichzeitig soll über die Verkehrswende ein Großteil der Fahrzeuge künftig elektrisch betrieben werden.

Finde den Fehler! Energiewende und Verkehrswende passen nicht zusammen. Deutschland braucht mehr Strom. Die Grünen und zunehmend auch die FDP und Union werben für mehr Sonnenenergie und Windenergie. Doch der Ausbau ist teuer und kommt schleppend voran.

Wie das ZDF jetzt in einer Dokumentation erklärte, gibt es noch ein anderes entscheidendes Problem: Energie aus Windkraft und Sonnenkraft kann nicht ausreichend im Netz gespeichert werden, um eine Industrienation wie Deutschland zu versorgen. Das ist aber nötig, denn Sonnenenergie und Windenergie sind nicht beständig, sondern vom Wetter und von der Tageszeit abhängig. Nachts und bei Nebel gibt es eben keine Sonnenenergie. Und bei Flaute gibt es auch keine Energie aus Windrädern.

Zwar gibt es viele Ideen und technische Möglichkeiten für die Speicherung, um die immer wiederkehrenden Stromlücken der regenerativen Energien zu überbrücken, wie beispielsweise Pumpspeicher-Kraftwerke, Wasserstoffspeicher oder gigantische Batterien. Aber all diese Methoden und Techniken funktionieren bislang nur in kleinem Maßstab. Deutschlandweit gibt es eine Speicherkapazität für regenerative Energien für insgesamt 40 Gigawattstunden. Mit diesen 40 Gigawattstunden könnte man im Notfall Deutschland gerade mal zwischen 30 bis 60 Minuten versorgen. Es ist also weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Daher ist klar: Mit der Energiewende und der Abschaltung sicherer Energiequellen wächst die Abhängigkeit von den regenerativen Energien und somit die Unsicherheit in der Versorgung. Die Gefahr von Blackouts nimmt erheblich zu.

Für Haushalte sind längere Stromausfälle schon schlimm genug. Doch für die Industrie, Infrastruktur und Krankenhäuser sind Stromausfälle katastrophal. Allein die Unterbrechung der Kühlketten für die Lebensmittelindustrie hätte schon massive negative Folgen. Auch der Großteil des Bahnverkehrs hängt am Stromnetz. Die Frage, die sich stellt: Ist die Politik auf solche Szenarien vorbereitet? Muss sie nicht, wenn sie schon sehenden Auges die Gefahr vergrößert, auch entsprechende Pläne parat halten? Die Antworten sehen enttäuschend aus. Deutschland rutscht mit der Politik der Ampel-Regierung immer tiefer in die Krise.

Das heißt nicht, dass der Ausbau und die Forschung im Bereich der regenerativen Energien falsch sei. Im Gegenteil. Man muss in allen Bereichen forschen und entwickeln. Aber der Verzicht und nahezu komplette Ausstieg aus den klassischen Energieträgern wird fatale Folgen nach sich ziehen.

Sven von Storch

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