Geopolitische Engpässe und hohe Terminmarktpreise belasten Haushalte und Wirtschaft

Energiepreise drohen 2027 kräftig zu steigen: Deutschland wird weiter im Sinkflug sein

Deutschland muss sich auf spürbar höhere Energie und Heizkosten im kommenden Jahr einstellen. Mehrere Faktoren treiben die Preise für Strom und Gas nach oben.

Energiekrise Symbolbild KI


Der Seeverkehr durch die Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Seit dem Konflikt im Nahen Osten passieren nur noch wenige Schiffe die Passage, weit unter dem früheren Normalniveau. Das betrifft rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl und LNG-Lieferungen.

Engpässe an den wichtigsten Ölkorridoren

Gleichzeitig ist die wichtige saudiarabische Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen vorübergehend stillgelegt. Diese Leitung leitet Öl von den östlichen Fördergebieten an die Rote Meer Küste und umgeht damit die Straße von Hormus. Experten warnen, dass bei längerer Unterbrechung bis zu vier Prozent der globalen Ölversorgung fehlen könnten. Vorräte an den Ausfuhrhäfen reichen nur noch wenige Tage.

Zusätzlich haben die Huthi.Rebellen die Kontrolle über strategische Punkte am Eingang zum Roten Meer übernommen. Der Bab-al-Mandab wird damit zu einem weiteren Nadelöhr. Viele Tanker müssen bereits weite Umwege nehmen.

Terminmärkte signalisieren teuren Strom

An den Energiebörsen spiegeln sich diese Risiken deutlich wider. Die deutschen Strom Futures für das Jahr 2027 werden derzeit auf hohen Niveaus gehandelt. Der Phelix Baseload Kontrakt lag zuletzt bei über 117 Euro pro Megawattstunde und erreichte Werte, die an die Energiekrise der vergangenen Jahre erinnern. Auch Gas Futures für 2027 notieren deutlich teurer als noch vor wenigen Monaten.

Analysten führen die Preissteigerungen auf knappes LNG Angebot, mögliche weitere Lieferausfälle und den geplanten Ausstieg aus russischem Gas zurück. Höhere Großhandelspreise wirken sich mit Verzögerung auf Endkundenrechnungen aus.

Folgen für Verbraucher und Wirtschaft

Für Haushalte bedeutet das voraussichtlich teurere Heizkosten und höhere Stromrechnungen ab 2027. Besonders Gasheizungen und stromintensive Anwendungen sind betroffen. Die Bundesbank rechnet bereits mit anhaltendem Inflationsdruck durch Energie.

Unternehmen stehen vor höheren Produktionskosten. Die Unsicherheit an den Märkten erschwert langfristige Planungen. Ob die Preise wieder sinken, hängt stark von einer Entspannung im Nahen Osten und der Wiederaufnahme wichtiger Transportwege ab. Bis dahin bleibt die Versorgungslage angespannt.

Doch Deutschland hat sich aus eigenem Verschulden in verstärkte Abhängigkeiten gebracht: Kernausstieg, Schließen wichtiger Kohlekraftwerke, Abschied von der Braunkohle, Sanktionen gegen Russland.

Wir alle müssen den Preis dafür bezahlen.

Sven von Storch

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Kommentare

Beispiel Heizöl: Preis pro Liter in 2016: 0,40 € und heute 1,72€!

Natürlich sind daran vor allem externe Einflüsse schuld - aber zumindest könnte man die Sanktionen gegen Russland aufheben und vor allem die CO2-Steuer streichen.

Dann müßte unsere(?) Regierung allerdings noch mehr "Sondervermögen" bilden, um u.a. die Ukraine unterstützen zu können ...

Der Preisanstieg beim Heizöl (ähnlich bei Benzin und Diesel) bringt dem Fiskus allein über die MWSt. pro Liter gegenüber 2016 etwa 21 ct mehr in die Kassen.

Bei einem Jahresverbrauch von 3000 L. Heizöl sind das immerhin gut 600€ mehr.

Aber unsere(?) Regierung tut ja Gutes mit dem Geld - am wenigsten allerdings den eigenen Bürgern ...

Ekkehardt Fritz Beyer

15.09.2026 | 09:55

... „Analysten führen die Preissteigerungen auf knappes LNG Angebot, mögliche weitere Lieferausfälle und den geplanten Ausstieg aus russischem Gas zurück.“...

Was anders nicht zu händeln ist, weil dieses verlogene „Von der Leyen“ https://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-kommissionspraesidentin-in-grossbritannien-warum-ursula-von-der-leyen-einst-unter-falschem-namen-in-london-lebte/25399348.html  diktierte: "Müssen Druck auf Russland aufrechterhalten!"? https://www.youtube.com/watch?v=JZ6S1FVPux4    

Dabei erkannte selbst Trump: Die ukrainischen Angriffe verursachten die Dieselknappheit. „Das liegt nicht am Nahen Osten, sondern an den Ereignissen in Russland und der Ukraine“, sagte er weiter. Die USA hätten mit Selenskyj bereits darüber gesprochen. „Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.“ ... https://www.handelsblatt.com/politik/international/treibstoffversorgung-trump-an-selenskyj-keine-angriffe-auf-russische-raffinerien/100254135.html 

Was dieses Wolodymyr letztlich nur peripher interessiert, weil es dieses „Merz als Totengräber der CDU“ - nicht nur gegen die weit überwiegend von der AfD vertretenen schon länger hier Lebenden - auf seiner Seite weiß??? https://www.youtube.com/watch?v=4GNgWEvHAA8   

https://www.youtube.com/watch?v=ZQhi_HUViI4  

Ja mei: Henryk M. Broder über das Ende der Demokratie: https://www.youtube.com/watch?v=_keUMVCPk-w  

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