Der britische Premierminister Keir Starmer gerät zunehmend in die Defensive, nachdem neue Enthüllungen über die Verbindungen des ehemaligen Ministers Lord Peter Mandelson zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ans Licht gekommen sind.
Starmer hatte Mandelson vor gut einem Jahr zum britischen Botschafter in den USA ernannt, eine Entscheidung, die nun als schwerer Fehlgriff gilt. Mandelsons Rücktritt von diesem Posten im September 2025 und seine jüngsten Schritte, aus der Labour Party und dem "House of Lords" auszutreten, haben eine Welle der Kritik ausgelöst. Oppositionelle Politiker und Medien fordern Erklärungen, warum Starmer trotz bekannter Risiken Mandelson in eine so prominente Position befördert hat.
Hintergrund: Die Ernennung zum Botschafter und der schnelle Fall von Peter Mandelson
Im Dezember 2024 ernannte Premierminister Keir Starmer Lord Peter Mandelson zum britischen Botschafter in Washington. Mandelson, ein langjähriger Labour-Politiker und enger Vertrauter früherer Premierminister wie Tony Blair, galt als erfahrener Diplomat.
Doch bereits zu diesem Zeitpunkt waren Verbindungen Mandelsons zu Jeffrey Epstein bekannt, der 2008 wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. Starmer bestätigte später, dass er von Mandelsons anhaltender Freundschaft mit Epstein nach dessen Verurteilung wusste, betonte jedoch, dass Mandelson die Ausmaße dieser Beziehung verheimlicht habe.
Nur neun Monate später, im September 2025, wurde Mandelson entlassen. Auslöser waren neu veröffentlichte E-Mails, die zeigten, wie Mandelson Epstein während dessen Haftzeit unterstützende Nachrichten schickte. Die britische Regierung erklärte, die Enthüllungen über die Tiefe der Beziehung hätten Mandelsons Position unhaltbar gemacht.
Starmer, der zu diesem Zeitpunkt bereits mit anderen Skandalen kämpfte, sah sich gezwungen, schnell zu handeln, um Schaden von seiner Regierung abzuwenden.
Neue Enthüllungen vertiefen den Skandal
Anfang Februar 2026 verschärfte sich die Lage durch die Veröffentlichung weiterer Dokumente des US-Justizministeriums. Über drei Millionen Seiten umfassende Akten enthüllen Zahlungen Epsteins an Mandelson in Höhe von 75.000 US-Dollar zwischen 2003 und 2004 sowie enge Korrespondenz. Mandelson bestreitet die Vorwürfe, trat jedoch am 2. Februar aus der Labour Party aus, um weitere Peinlichkeiten zu vermeiden. Nur Tage später kündigte er seinen Rücktritt aus dem House of Lords an, während die britische Polizei eine Untersuchung wegen möglichen Fehlverhaltens im Amt einleitete.
Diese Enthüllungen haben Mandelsons Ruf endgültig beschädigt und werfen Fragen auf, ob er während seiner Zeit in öffentlichen Ämtern sensible Informationen mit Epstein geteilt hat. Die Opposition wirft Starmer vor, bei der Ernennung unzureichend geprüft zu haben, obwohl Warnsignale vorlagen.
Starmers Reaktion: Bedauern und Entschuldigungen
Keir Starmer hat die Ernennung Mandelsons mittlerweile als Fehler eingestanden. In einer Rede am 5. Februar 2026 entschuldigte er sich bei den Opfern Epsteins und räumte ein, dass Mandelson wiederholt gelogen habe. Starmer betonte, er habe nie persönlich mit Epstein zu tun gehabt, und versprach, alle relevanten Dokumente zur Ernennung freizugeben. Das Parlament stimmte einer Forderung der Opposition zu, wonach E-Mails und andere Unterlagen dem Sicherheitsausschuss vorgelegt werden müssen.Der Premierminister nannte Mandelsons Verhalten "gobsmacking" und erklärte, dieser habe das Land im Stich gelassen. Dennoch wehrt sich Starmer gegen Vorwürfe, er habe die Risiken unterschätzt, und betont, dass die anfängliche Entscheidung auf Mandelsons diplomatischer Expertise basierte.
Politischer Druck und mögliche Konsequenzen
Der Skandal hat Starmers Führungsstärke in Frage gestellt. Die Konservativen fordern eine unabhängige Untersuchung und werfen dem Premierminister Naivität vor. Umfragen zeigen, dass Starmers Beliebtheitswerte sinken, während Forderungen nach seinem Rücktritt lauter werden. Kritiker argumentieren, die Affäre untergrabe das Vertrauen in die Labour-Regierung, insbesondere in Zeiten internationaler Spannungen.
Experten sehen in dem Fall Parallelen zu anderen Epstein-bezogenen Skandalen, wie dem Rückzug von Prinz Andrew. Sollte die Polizei Beweise für Straftaten finden, könnte der Druck auf Starmer weiter zunehmen.


Kommentare
Überall haben die Ebsteins,…
Überall haben die Ebsteins, Mandelsons und wie sie alle heißen, ihre dreckigen Finger drinn.
... „Druck auf Starmer…
... „Druck auf Starmer wächst: Mandelsons Epstein-Verbindungen belasten britischen Premierminister“ ...
Ja mei: Sind zwischen dem Keir und seinem https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich nicht verblüffende Parallelen zu erkennen???
https://www.srf.ch/news/international/in-grossbritannien-unter-druck-so-tief-steckt-starmer-in-der-krise
Wie tief steckt Keir Starmer…
Wie tief steckt Keir Starmer wirklich mit drin ?
Epstein-Affäre: Keir Starmer zittern während Befragung die Hände
https://dert.site/international/269396-epstein-affaere-keir-starmer-zittern/
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