Schlechtester Medaillen-Spiegel seit der Wiedervereinigung

Deutschland blamiert sich mit historisch schlechter Medaillen-Bilanz

Das wiedervereinigte Deutschland von 2024 schafft weniger Medaillen als früher die DDR allein. Mit nur 33 Medaillen sind es die erfolglosesten Olympischen Spiele seit der Wiedervereinigung.

Bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980 holte die Sowjetunion die meisten Medaillen. Der kleine Bruder DDR die zweitmeisten. Der Westen boykottierte die Spiele.

Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 holten die USA die meisten Medaillen. Der kleine Bruder BRD die zweitmeisten. Der Osten boykottierte die Spiele.

Die Hoffnung, dass nach der Wiedervereinigung Deutschland an der Spitze steht, hatte sich nie erfüllt. Zumindest bei den Sommerspielen.

Doch es kam noch schlimmer. Es ging mit den Medaillen immer weiter bergab.

Nun hat Deutschland einen historischen Tiefststand erreicht: 12 Goldmedaillen, 13 Silbermedaillen, 8 Bronzemedaillen.

Deutschland ist hinter Südkorea und Italien auf dem 10. Platz gelandet.

Die einzigen Olympischen Spiele, bei denen Deutschland auf dem ersten Platz in der Medaillen-Bilanz landete, waren jene 1936 in Berlin.

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München belegten die UdSSR und die USA den ersten und zweiten Platz. Die DDR kam auf den dritten und die BRD auf den vierten Platz.

Es gab immer Schwankungen. Aber der seit vielen Jahren andauernde aktuelle Niedergang des deutschen Sports läuft parallel zum Niedergang der Wirtschaft und Gesellschaft in all ihren Aspekten. Es scheint eines von vielen Symptomen zu sein. Deutschlands goldene Zeiten sind vorbei, nicht nur beim Medaillen-Spiegel.

Sven von Storch

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