Wurden Tuberkulose-Opfer als Corona-Opfer registriert?

Corona-Maßnahmen haben weltweit rund 1 Million Tuberkulose-Patienten übergangen

Allein 2019 waren rund 1,4 Millionen Menschen an Tuberkulose gestorben, rund 10 Millionen neu erkrankt. Im Zuge der weltweiten Corona-Maßnahmen sind nun viele TB-Patienten untergegangen. 1 Million Patienten werden vermisst.

Rund 10 Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose (TBC). Etwa 1-2 Millionen sterben jedes Jahr daran. 2019 waren es etwa 1,4 Millionen. Die Krankheit wird bakteriell übertragen und befällt hauptsächlich die Lunge.

Doch 2020 war es anders. Die Welt hat mit ihren Corona-Verordnungen und Maßnahmen in vielen Staaten die Tuberkulose-Erkrankten verdrängt. Es gibt rund eine Million weniger TBC-Patienten als sonst. Doch sie sind nicht verschwunden. Sie wurden weniger beachtet, sind untergegangen im Corona-Wahn [siehe Bericht »The Telegraph«].

In einigen Ländern sind die gemeldeten Fälle um 41 Prozent gesunken. Besonders die Entwicklungsländer sind stark betroffen. Experten vermuten, dass der Kampf gegen TBC um mindestens 12 Jahre zurückgeworfen wurde.

Tuberkulose kann ähnliche Symptome wie Corona (COVID-19) aufweisen. Sie wird weniger schnell übertragen, endet dafür umso öfter tödlich. Wenn TBC-Erkrankte zusätzlich mit Corona infiziert werden, kann es sehr schnell gefährlich werden. Doch die Frage bleibt: Werden sie dann als TBC-Opfer oder als Corona-Opfer registriert?

Sven von Storch

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