Die Deutschen müssten nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, üben mit weniger Wohlstand auskommen. Die gegenwärtige Krise sei ein realistisches Übungsfeld. Es gehe darum, auf Konsum zu verzichten und einen anderen Lebensstil zu suchen [siehe Bericht »n-tv«]. Die Bürger sollten zusammenhalten und nicht Spannungen in der Gesellschaft erzeugen.
Dazu kann man nur folgendes kommentieren:
Angesichts der Energiekrise und Inflation, angesichts der unzähligen Firmen und Unternehmen, die vor dem Bankrott stehen, angesichts der Bürger, die verzweifelt mit den Strom- und Heizkosten zu kämpfen haben, angesichts der Millionen Menschen in diesem Lande, deren Wohlstand vor ihren Augen buchstäblich zerfällt, sind diese Aussagen des Bischofs blanker Hohn.
Die Bischöfe reihen sich in die Aussagen anderer Eliten aus Politik und Mainstream-Medien, die von den Bürgern verlangen, den Gürtel enger zu schnallen, aber selbst in Saus und Braus auf Kosten der Steuerzahler und Beitragszahler leben.
Warum fängt der Bischof nicht bei sich selbst an? Warum legt er nicht sein Gehalt und seine Nebeneinkünfte offen und zeigt, wie viel er davon dem Armen spendet und selbst auf Konsum verzichtet? Was hätte Jesus getan? Hätte Jesus den Lebensstil deutscher Bischöfe für gut befunden? Ob man Christ ist oder nicht: Dass ausgerechnet die Bischöfe den Bürgern in dieser schweren Zeit abverlangen, den Gürtel enger zu schnallen, ist blanker Hohn und Spott im Angesicht der Not der Menschen.


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