Im Laufe des Jahrhundert stabilisiert sich die Weltbevölkerung, nur Afrika ist anders

Bevölkerungsexplosion gibt es nur noch in Afrika

Bis 2100 wird die Bevölkerungszahl in Asien, Europa und Lateinamerika leicht sinken, in Nordamerika und Australien leicht steigen. Im Grunde wird sich wenig verändern. Nur in Afrika ist es anders: Dort wird sich bis 2100 die Bevölkerung mehr als verdoppeln.

Einer Statistik der UNO zufolge wird die Bevölkerung in Asien bis zum Jahr 2100 von rund 4,8 Milliarden auf circa 4,6 Milliarden sinken. In Ostasien (China, Korea, Japan) sinkt sie schon jetzt. In Indien wird der Peak etwas später erreicht.

Europa wird von 750 Millionen auf rund 590 Millionen Einwohner schrumpfen. Das ist an sich kein Debakel. Auch 590 Millionen sind noch viel.

In Lateinamerika wird die Bevölkerung von 658 ein bisschen auf 613 Millionen schrumpfen. Leichte Zuwächse wird es wegen der Zuwanderung in Nordamerika und Australien geben.

Der einzige Kontinent, der völlig aus dem Rahmen fällt, ist Afrika. Hier wird die Bevölkerung von derzeit rund 1,48 Milliarden auf 3,8 Milliarden ansteigen.

Bis 2050 werden es in Afrika bereits rund 2,5 Milliarden sein.

Damit ist das Problem der Demographie geteilt: Europa und Ostasien werden mit Bevölkerungsrückgang umgehen müssen, die USA, Kanada und Australien dürfen sich über einen leichten Hinzugewinn freuen.

Doch Afrika wird aus dem Gleichgewicht fallen. Denn dort ist die Armut am Größten. Es ist damit zu rechnen, dass bei diesen Tendenzen die Sogwirkung mit Pull-Faktoren für Europa und Push-Faktoren für Afrika zunimmt und immer mehr Menschen aus Afrika insbesondere nach Europa wollen.

Sven von Storch

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