Bereits letzten Dezember erhöhte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) den Etat zur Förderung sexueller Minderheiten um rund das Doppelte. Für den Haushalt 2018/19 sind aktuell 2,1 Millionen Euro für die sogenannte „queerpolitische Pionierarbeit“ eingeplant. Im Rahmen diverser Projekte – angefangen von einem queeren Jugendzentrum bis hin zur kostenlosen Anti-Aids-Pille für homosexuelle Geringverdiener – wurde offenbar auch Geld für die Erstellung eines Gender-Leitfadens für Berliner Kita-Erzieher frei. Die Broschüre mit dem bezeichnenden Titel „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Kreuzberger Bildungsinitiative QUEERFORMAT und dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg erarbeitet. Beinahe sämtliche Autoren sind in der Beratung und Betreuung homosexueller und transgeschlechtlicher Menschen aktiv.
Entsprechend fällt der Tenor der Broschüre aus, die im Untertitel als „Handreichung für pädagogische Fachkräfte der Kindertagesbetreuung“ firmiert. Kita-Erzieher sollen Transgeschlechtlichkeit bei Klein-Vorschulkindern leichter erkennen lernen. Mit dabei ist eine Praxisanleitung, wie Kinder vermittels Rollenspielen und Gesprächen an homosexuelle Elternschaft gewöhnt werden können. Auf diese Weise sollen, so die Autoren, angebliche Diskriminierungen von homosexuellen Eltern und sich andersgeschlechtlich fühlenden Kindern abgebaut werden.
Gleichzeitig herrscht in der Broschüre ein durchweg anti-heterosexueller, gegen die natürliche Familie gerichteter Tonfall. So wird das binäre Geschlechtermodell aus Mutter und Vater denunzierend als „Heternormativität“ bezeichnet, das lediglich auf der „Annahme“ beruht, „es gebe nur zwei Geschlechter“. Daß die Generationen-Familie sich in mehr als zwei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte als erfolgreiches Überlebensmodell durchgesetzt hat, wird gänzlich neutralisiert, wenn Behauptungen aufgestellt werden wie: „Die Furcht um das Wohl des Kindes begründet sich maßgeblich aus der Grundannahme, dass Kinder für ihre gesunde Entwicklung eine Mutter und einen Vater brauchen, die zusammenleben.“ Schlichtes anthropologisches Erfahrungswissen, daß Kinder für ein gesundes Aufwachsen das männliche und weibliche Vorbild brauchen, wird geradezu umgekehrt, wenn es heißt, daß „Heteronormativität“ gar „Gefahren für Kinder“ berge.
Der selbstgestellte Auftrag der Gender-Autoren, mit der Broschüre Anti-Diskriminierungsarbeit zu leisten, läuft ins Leere, wenn man zugunsten einer Minderheit dazu übergeht, nunmehr die Mehrheit zu diskriminieren. Der ideologische Zugriff auf kleine Kinder rächt sich. Die Broschüre sorgte im Berliner Senat für einen handfesten Skandal. Nun soll sie auf Antrag der CDU aus dem Verkehr gezogen werden.
Ein Gastbeitrag der Initiative Familienschutz
Die Vorzeige-Toleranz bekommt Risse
Berliner Senat ist mit seiner Gender-Erziehungskur für Kleinkinder zu weit gegangen
Die links-grüne Berliner Koalitionsregierung will seine Bürger eine radikale Roßkur in Sachen Gender Mainstreaming verabreichen. Mit der Gender-Erziehungsbroschüre für Kita-Kinder ist der rot-rot-grüne Senat allerdings zu weit gegangen. Nun regt sich heftiger Widerstand.
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