Wie war es beim Tode von Johannes Paul II.? Damals war die Trauer riesig. Diesmal ist zwar auch Staatstrauer im Vatikan angesagt. Aber es scheint anders zu sein als sonst. Und das hängt nicht damit zusammen, dass Franziskus wie ein einfacher Bischof bestattet werden möchte.
Der Journalist und Korrespondent Ben Harnwell berichtet aus Rom [siehe auch Video auf X].
Er könne keinen Schock erkennen, keine Nonnen die weinen und den Rosenkranz beten, keine große Traurigkeit. Stattdessen sehe er einen normalen sonnigen Apriltag.
Das ist anders als sonst. Warum? Ben Harnell erwähnt, dass manche im Vatikan ihn schon Herodes nannten. Denn er änderte viele Traditionen und Werte, die zweitausend Jahre Bestand hatten. Er hatte viele Kritiker innerhalb der Kirche, weil er viele Lehren mit seinen Reformen bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt habe.
Er habe Werte über Bord geworfen, für die einst Heilige den Märtyrertod gestorben seien. Es werde hundert Jahre brauchen, bis die Katholische Kirche in ihrem Grundpfeilern wieder gefestigt sei.
Anders ist die Stimmung in den säkularen Mainstream-Medien: Dort feiert man ihn schon als Helden. Doch diese Medien stehen nicht für die ewigen Werte der Katholischen Kirche.


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