Politiker der CDU/CSU, SPD und Grüne beschweren sich über amerikanische Einmischung

Beatrix von Storch: Nicht die USA, sondern die EU mischt sich ständig in innere Angelegenheiten ein

Die CDU/CSU, SPD und die Grünen regen sich über jüngste EU-kritische Statements aus Washington auf. Beatrix von Storch stellt klar: "Die größte Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten kommt von der EU."

Beatrix von Storch

Das neue Strategiepapier der US-Regierung beklagt unter anderem den Verlust von Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und warnt vor der Unterdrückung der Oppositions-Parteien in einigen EU-Staaten. Damit zeigt sie auch auf die Behandlung der AfD in Deutschland.

Die US-Regierung beklagt folgende Probleme: Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit, Unterdrückung politischer Opposition und patriotischer Parteien, sinkende Geburtenraten und der Verlust nationaler Identitäten.

Empörung in Berlin und Brüssel über EU-kritische Statements aus Washington

Deutsche Politiker der CDU/CSU, SPD und Grüne bekommen Schnappatmung: Sie beschweren sich über US-amerikanische Einmischung in europäische Angelegenheiten und befürchten einen stärkeren EInfluss der Trump-Administration auf die Innenpolitik verschiedener EU-Staaten. Besonders die Betonung, dass die USA darauf achten wollen, dass patriotische Oppositionsparteien nicht unterdrückt und die Meinungsfreiheit geschützt werden, empfinden sie als Affront. 

Doch die US-Regierung spricht nur aus, was viele Europäer denken. Denn sonst würden die AfD in Deutschland, das "Rassemblement National" in Frankreich und (außerhalb der EU, aber dennoch wichtig für Europa) "Reform UK" in Großbritannien nicht aktuell die umfragenstärksten Parteien sein.

Beatrix von Storch: Die größte Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten kommt von der EU

Auf der Plattform X kommentierte Beatrix von Storch

"Jetzt heißt es, die USA würden sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Die größte Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten kommt von der EU. Die bestimmt mit dem DSA, was in Deutschland noch veröffentlicht werden darf. Die EU hebelt die Drittstaatenregelung des Grundgesetzes aus. Der Green Deal bestimmt über unsere Energieversorgung und den Verbrenner. Die größte Bedrohung unserer nationalen Souveränität geht nicht von Washington aus, sondern von Brüssel."

Hintergrund: Die EU als größte Einschränkung nationaler Souveränitäten

Viele Bürger spüren es täglich: Die wirklich entscheidenden Eingriffe in deutsche Angelegenheiten kommen längst nicht mehr primär aus Washington, sondern aus Brüssel. Die EU hat sich in den letzten Jahren zum dominanten Akteur entwickelt, der nationale Hoheitsrechte systematisch aushöhlt – oft still, bürokratisch und unter dem Deckmantel "gemeinsamer Werte".

Beispiel 1: Der "Digital Services Act" (DSA) als Zensurwerkzeug

Seit 2024 setzt die EU mit dem Digital Services Act verbindlich fest, welche Inhalte auf Plattformen wie X, YouTube oder Facebook in Deutschland noch erlaubt sind. Verstöße gegen die neuen "Desinformations"- und "Hassrede"-Regeln werden nicht mehr von deutschen Gerichten, sondern von der EU-Kommission oder ihren beauftragten Stellen geahndet. Plattformen müssen Inhalte innerhalb weniger Stunden löschen oder drohen Milliardenstrafen – ein direkter Eingriff in die in Art. 5 GG garantierte Meinungsfreiheit, der von nationalen Parlamenten kaum noch korrigiert werden kann.

Beispiel 2: Das Ende der Drittstaatenregelung

Besonders perfide ist die Art, wie Brüssel die sogenannte Drittstaatenregelung (Art. 23 Abs. 1 GG) aushebelt. Eigentlich sollte diese Klausel sicherstellen, dass Deutschland nur Kompetenzen an die EU abgibt, wenn diese rechtsstaatlich und demokratisch abgesichert sind. In der Praxis wird sie jedoch als Einbahnstraße genutzt: Immer mehr Politikfelder werden "vergemeinschaftet", ohne dass Deutschland ein effektives Veto oder einen Austrittsmechanismus behält. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärt nationale Regelungen regelmäßig für unvereinbar mit EU-Recht – und das Bundesverfassungsgericht winkt zunehmend durch.

Beispiel 3: Green Deal − Energie und Mobilität per Dekret

Der European Green Deal diktiert Deutschland inzwischen die komplette Energiewende und das Verbrenner-Aus 2035. Ob Wärmepumpenpflicht, CO2-Preise oder das faktische Verbot neuer Verbrennfahrzeuge – die Weichen werden in Brüssel gestellt, während Berlin nur noch umsetzt. Die Folgen ( explodierende Strompreise, Abwanderung der Industrie) trägt allein der deutsche Steuerzahler.

Sven von Storch

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Kommentare

Die Brüssel überschreitet ihre Kompetenzen in der EU.

Es sind drittklassige Politiker, die die Nationalstaaten loswerden wollten. Nun meinen Sie, sie könnten auf Umwegen jetzt die Nationalstaaten regieren. Dem muss endlich ein Ende bereitet werden.n

Völlig richtig. 

Mit welchem Recht maaßen die EU-Büttel sich eigentlich sowas an? Die BRD gilt als souveräner, eigenständiger Staat, das EU-Konglumerat ist ein Staatenbund und kein übergeordneter Bundesstaat! Also, weg mit den Richtlinien und Vorschriften!

Da beißt sich die Katze in den Schwanz:

Die EU mischt sich in unsere inneren Angelegenheiten ein - und unsere(?) Regierung delegiert ihre Leute in die Gremien der EU und bestimmt, wie die abzustimmen haben - womit "wir" letztlich selbst unser Land abschaffen.

Wer kann uns zwingen, uns EU-Regeln zu Migration, Klimaschikanen, Sanktionen gegen Russland, Rüstung oder Ukrainehilfe zu unterwerfen?

Da bleibt doch als einzige Erklärung für diesen Landesverrat, daß die Machtpositionen im Lande längst mit Marionetten einer Macht besetzt sind, die es nicht gut mit Europa meint - und erst recht nicht mit Deutschland.

Die letzte Chance, unser Land zu retten, ist die Abwahl der Landesverräter!

 

Viktor Orban machts vor, wies geht! Einfach auflaufen lassen mit ihren Vorschriften, denen jegliche Legitimation fehlt.

Ekkehardt Fritz Beyer

09.12.2025 | 12:09

... „Jetzt heißt es, die USA würden sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Die größte Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten kommt von der EU. Die bestimmt mit dem DSA, was in Deutschland noch veröffentlicht werden darf. Die EU hebelt die Drittstaatenregelung des Grundgesetzes aus. Der Green Deal bestimmt über unsere Energieversorgung und den Verbrenner. Die größte Bedrohung unserer nationalen Souveränität geht nicht von Washington aus, sondern von Brüssel." ...

Weil schon der EU-Vertrag „totale Unterwerfung“ fordert https://www.svp.ch/aktuell/publikationen/referate/der-eu-vertrag-ist-eine-totale-unterwerfung/, was unser Grundgesetz zum geduldeten Zaungast macht??? 

Else Schrammen

09.12.2025 | 15:23

Mann gut, dass sich hie in Europa NIEMAND, aber wirklich niemand, weder von der Politik oder von den staatstragenden Medien, sich in die amerikanische Politik einmischt. Ich erinnere mich gerne an die Berichterstattung während des letzten Wahlkampfes in den USA. Die Medien berichteten zurückhaltend und unparteiisch. Kein Politiker erhob seine Stimme für oder gegen einen Kandidaten. Und erst nach der Wahl, als Trump als nächster US-Präsident fest stand! Minuten nach der Verkündung regnete es Glückwünsche von den EU-Granden und von deutschen Politikern - sogar unser Bundes.Uhu war unter den ersten Gratulanten. Und die hiesugen Medien haben sich vor Begeisterung überschlagen (der "Spiegel" heute noch, täglich). Was sagt ihr? Ich bin im falschen Film? 

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