Am Ende steht der Ersatz des Bargeldes durch Digitalgeld

Bargeldabschaffung als Vorbereitung auf den nächsten Crash_

Mit großen Schritten bemühen sich Regierungen, Banken und Kreditinstitute um die Verdrängung des Bargeldes. Manche Experten vermuten: Sie bereiten sich auf den nächsten Crash vor, um die Verluste verteilen zu können.

Auf »Focus-Online« erklärt der Finanzexperte Norbert Häring in einem Gastkommentar, wie die schrittweise Abschaffung des Bargeldes den globalen Eliten im Finanzwesen nutzt und warum dieser Prozess forciert wird.

Der IWF und die EZB haben schon Papiere mit Handlungsanweisen veröffentlicht, wie man bei der schrittweisen Abschaffung des Bargeldes vorangehen soll. In dem Papier »The Macroeconomics of De-Cashing« rät beispielsweise der IWF, dass man erst mit harmlosen kleinen Schritten anfangen solle, um die Bevölkerung nicht zu verschrecken. Man solle erst mit Bargeldobergrenzen und der Abschaffung von großen Geldscheinen beginnen. Außerdem solle man mittels gezielter PR-Maßnahmen die Bevölkerung vorbereiten und Misstrauen abbauen.

Am Ende steht der Ersatz des Bargeldes durch Digitalgeld.

Verräterisch findet der Finanzexperte Norbert Häring, dass im IWF-Papier auch davon die Rede ist, dass es einen negativen Zins geben kann. Dazu gibt es dort auch die Bemerkung: »Um den Menschen die Sicherheit zu geben, dass ihr digitales Zentralbankgeld nicht konfisziert werden wird, wäre es gut, eine ausdrückliche Garantie zu geben, dass der Zins auf dieses digitale Geld nie um mehr als x-Prozentpunkte unterhalb zum Beispiel von der Verzinsung kurzfristiger Staatsanleihen liegen wird.«

Das bedeutet im Klartext: Man geht davon aus, dass es auch zu negativen Zinsen kommen könne. Bei einem Zinssatz von minus 5 Prozent würden Sparer in fünf Jahren fast ein Viertel ihres Sparguthabens verlieren.

Am Ende bedeutet dies: Sparer könnten teilenteignet werden, wenn Finanzinstitute und Banken sich »verzockt haben«. Die Banken können sich dann an den Sparguthaben der Bürger bedienen, um sich zu sanieren. Kurz: Der Sparer haftet für die Banken.

Sven von Storch

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