Die Deutschen lieben Bargeld. Die Banken hassen Bargeld. So könnte man es vereinfacht ausdrücken. In ihrem Kampf gegen das Bargeld lassen sich die Banken immer neue Tricks einfallen, um den Deutschen die Lust am Bargeldverkehr zu nehmen.
Einige Banken haben die Preise für die Geldausgabe erhöht. Andere haben die Summe der kostenlosen Bargeldabhebungen pro Monat reduziert [siehe Bericht »Stern«]. Selbst das Einzahlen von Bargeld wird immer mehr eingeschränkt.
Diese Entwicklung betrifft nicht nur Direktbanken. Sogar an einigen Sparkassen lässt sich diese Tendenz beobachten. Den Finanzinstituten ist es ein Dorn im Auge, dass die Deutschen immer noch so an ihrem Bargeld hängen und nicht wie in den USA oder in Schweden mit der Kreditkart oder dem Smartphone bezahlen. Daher gibt es immer wieder Initiativen, Werbekampagnen oder lancierte Zeitungsartikel, um den Deutschen die Lust am Bargeld zu nehmen und Geschmack auf die bargeldlose Zunkunft zu machen.
Die Finanzinstitute arbeiten hart daran, Bargeld Schritt für Schritt überflüssig zu machen. In den letzten Jahren wurden beispielsweise Millionen Bank- und Kreditkarten mit der Funktechnik NFC (»Near Field Communication«) ausgestattet, um beim Einkaufen kontaktloses Bezahlen an der Kasse zu ermöglichen [siehe Bericht »Stern«]. Anstatt die Bank- oder Kreditkarte in ein entsprechendes Lesegerät zu stecken, werden diese an ein NFC-fähiges Lesegerät gehalten. So versucht man, den Kunden den Gebrauch der neuen Karten so schmackhaft wie möglich zu machen.
Doch die meisten Deutschen widerstehen der Verführung. Sie fürchten um ihre Privatsspähre. Der Staat und die internationalen Konzerne und Finanzinstitute sollen nicht die totale Informations-Kontrolle über jeden kleinen Einkauf bekommen.


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