Christen vom Kurs der beiden großen Kirchen enttäuscht

2022 sind über 900.000 Deutsche aus der Kirche ausgetreten

Die Kirchen leiden unter Mitgliederschwund. Allein im Jahr 2022 sind genau 522.821 Bürger aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Mehr als 380.000 haben der Evangelischen Kirche den Rücken gekehrt.

Wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) zugeben musste, leidet die Katholische Kirche unter Mitgliederschwund [siehe Bericht »Focus-Online«]. Allein im Jahr 2022 sollen genau 522.821 Bürger aus der Katholischen Kirche in Deutschland ausgetreten sein.

»Die katholische Kirche stirbt einen quälenden Tod vor den Augen der gesellschaftlichen Öffentlichkeit«, erklärte der Kirchenrechtler Thomas Schüller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die evangelische Kirche hat mit über 380.000 Bürgern 2022 mehr Mitglieder verloren als im Jahr davor.

Insgesamt sind also innerhalb eines Jahres deutlich über 900.000 Deutsche aus der Kirche ausgetreten.

Was bedeutet das? Sind allein die Kirchenskandale daran schuld? Nicht nur!

Wenn Menschen vom Christen zum Atheisten oder Agnostiker werden, ist der Kirchenaustritt eine logische Konsequenz.

Aber es treten auch viele Menschen aus der Kirche aus, die sich als gläubige Christen bekennen.

Sie sind vor allem mit dem Kurs der Kirchen nicht einverstanden und können sich mit der dort verbreiteten Ideologie nicht mehr identifizieren. Viele Christen haben das Gefühl, dass die Kirchen sich eher von »woker« Ideologie und von säkularen NGOs beeinflussen lassen, als sich von der Botschaft der Bibel leiten zu lassen.

Sven von Storch

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