Mehr Einwanderer aus Nordafrika, mehr andere Sitten

Zunahme weiblicher Genitalverstümmelungen in Deutschland

Nach Angaben des Familienministeriums hat in den letzten drei Jahren die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung in Deutschland um 44 Prozent zugenommen.

In großen Teilen des nördlichen Afrika, besonders auch in den Nil-Ländern, aber auch in Südwestasien (zum Beispiel im Jemen) oder Südostasien (Muslime in Malaysia oder Indonesien) ist die weibliche Beschneidung noch weit verbreitet. Dabei werden Teile der weiblichen Klitoris, manchmal auch der Schamlippen entweder entfernt oder beschnitten.

Die weibliche Genitalverstümmelung hat in den nordafrikanischen Ländern eine Jahrtausende alte Tradition, die auf die vor-islamische Zeit zurückgeht. Menschenrechtler und Mediziner sowie zahlreiche Menschenrechtsorganisationen warnen seit Jahrzehnten vor den oft traumatischen Erfahrungen vieler Mädchen und zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen. Weltweit gibt es mehr als 200 Millionen beschnittene Frauen und Mädchen.

Wie jüngste Erhebungen zeigen, hat die Zahl der weiblichen Genitalbeschneidung auch in Deutschland zugenommen [siehe Bericht »RT«]. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums soll die Zahl in den letzten drei Jahren um 44 Prozent zugenommen haben. Rund 15.000 Mädchen sind von solchen Eingriffen bedroht.

Der Grund für diesen Anstieg ist die Zuwanderung aus dem entsprechenden Kulturkreisen, in denen die verschiedenen Beschneidungsformen der weiblichen Genitalien noch verbreitet sind. Auf diese Weise breitet sich auch in Deutschland diese Praxis aus.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.