In Schweden werden Familienstreitigkeiten nun »kulturell sensibel« geschlichtet (siehe Berichte Sputnik News, Aftonbladet). Das zeigt ein neuer Fall. Ein nach Schweden migrierter Iraker hatte seine Frau mit einem Schuh ins Gesicht geschlagen, an den Haaren gezogen und gegen Möbel gedrückt.
Im Irak wäre dies wahrscheinlich kein Fall für das Gericht. In Schweden schon, denn dort wäre sowas Körperverletzung. Schwedinnen lassen sich sowas nicht gefallen. Doch in diesem Fall entschied das Gericht gar nicht so schwedisch. Denn man müsse ja den kulturellen Hintergrund beachten.
So hat das Gericht angegeben, dass es sich um eine kulturell anders zu wertende Situation handele. Nach irakischen Standards hätte die Frau die Sache erst vor die Familie bringen müssen, da es sich um eine innere Familienangelegenheit handele. Das habe sie nicht getan. Dies sei ein Zeichen, dass sie aus schlechten Verhältnissen stamme, während der Mann aus guten Verhältnissen stamme, weil er diese Angelegenheit innerhalb der Familie hatte lösen wollen.
Vermutlich hätte ein Gericht in Mosul, Bagdad oder Basra ähnlich entschieden. Aber in Schweden?


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