Obwohl mehr Menschen zu Hause bleiben mussten

Geburtenrate_ Weniger Babys im Corona-Lockdown

In Deutschland und einigen EU-Staaten ist die Geburtenrate 2020 gesunken, nicht gestiegen. Corona hat die Menschen eher zurückhaltend sein lassen, wenn es um die Familienerweiterung geht.

Lockdown? Große Sperrung? Geschäfte und Restaurants geschlossen? Die Leute müssen zu Hause ausharren? Bei diesem Szenario könnte man sich vorstellen, dass Paare mehr Zeit zum Kuscheln und zum Baby-Zeugen hätten. Doch Fehlanzeige. Zumindest letzteres trifft nicht zu. In der Krise scheinen die Menschen eher zurückhaltender zu sein, wenn es darum geht, die Familien zu vergrößern.

2020 ist in Deutschland die Geburtenrate gesunken, der Babyboom blieb aus, wie die »Welt« berichtete. Bis September 2020 wurden laut Statistischem Bundesamt mit insgesamt 580.342 ein Prozent weniger Kinder als 2019 geboren, berichtete »Familie.de«. In Bayern soll 2020 die Geburtenzahl im üblichen Bereich gelegen haben, wie der Bayerische Rundfunk berichtete. In Sachsen-Anhalt ist in den letzten vier Monaten die Geburtenrate deutlich gesunken, wie das Statistische Landesamt laut »Volksstimme« meldete.

In Italien ist die Geburtenrate im Verlauf der Corona-Lockdowns völlig abgestürzt, heißt es bei der »Deutschen Welle«. Dabei gehört die Geburtenrate in Italien ohnehin schon zu den niedrigsten in Europa: Laut vorläufigen Statistiken ist die Geburtenrate dort so niedrig wie nie zuvor.

Insgesamt verschärft sich damit das demographische Problem in Europa, zu wenig Nachwuchs zu haben.

Sven von Storch

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