Zwar wächst die Bevölkerung in Deutschland in absoluten Zahlen. Doch das ist auf die Zuwanderung zurückzuführen. Was die Zahl der Geburten angeht, so liegt sie niedriger als die Zahl der Sterbefälle (rund eine Million).
Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 in Deutschland 677.100 Kinder (lebend) geboren. Die durchschnittliche Geburtenrate in Deutschland fiel damit auf 1,38 Kinder pro Frau. 2023 gab es 692.989 Neugeborene.
Deutschland folgt einem Trend, der weltweit zu spüren ist, außer in großen Teilen Afrikas und in einigen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Die Zahl der Kinder pro Frau ist rückläufig, besonders in Europa, Nordamerika und Ostasien.
In Bezug auf die Gesamtbevölkerung der Erde mag das zunächst positiv wirken. Doch sind die Geburtenraten je nach Land und Bevölkerungsgruppe sehr unterschiedlich.
In Deutschland wird Stimmung gegen Familien gemacht
Kinder sind teuer. Und je städtischer man lebt, desto teurer wird das Kind. Es ist nicht nur die finanziellen Einschränkungen, die mit der Versorgung der Kinder verbunden sind. Es ist auch das gesellschaftliche Umfeld, dass den Menschen die Idee der Familiengründung aus den Köpfen treibt.
Warum soll sich eine Frau für ein Kind entscheiden, wenn damit die Doppelbelastung Karriere und Familie verbunden ist?
Überall in der Gesellschaft, in der Werbung, in den Medien und sogar in den Kirchen wird die Berufstätigkeit der Frau propagiert.
Die Idee, als Hausfrau und Mutter eine vielköpfige Kinderschar großzuziehen, gilt heutzutage fast als verpönt, als konservativ und ideologisch nicht gewollt. Linke Vorstellungen von Feminismus und Emanzipation haben einen Punkt erreicht, der zu einer Geburterate führt, die unterhalb der Sterberate liegt.
Hinzu kommen die (bewusst herbeigeführten) Zwänge der Arbeitswelt: Die Ausbildungs- und Studienzeiten sind heute sehr lang. Der Berufseinstieg ist sehr spät. Und wenn die biologische Uhr anfängt zu ticken, ist es meistens in einer Phase, die für das Berufsleben besonders karriererelevant ist.
Deutschland ist kein Land, dass zur Gründung einer Familie einläd. Und dieser Zustand ist primär aus idelogischen Gründen herbeigeführt worden.


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