Civey-Umfrage im Auftrag der AOK zeigt massive Unzufriedenheit und wachsende Angst vor hohen Pflegekosten.

44 Prozent der Deutschen geben der schwarz-roten Bundesregierung Note 6 in der Pflegepolitik

Viele Bürgerinnen und Bürger blicken mit großer Sorge in die Zukunft der Pflege. Eine aktuelle repräsentative Umfrage unter 10.000 Personen offenbart deutliche Kritik an der Arbeit der Bundesregierung und tiefe Verunsicherung über die finanzielle Stabilität der sozialen Pflegeversicherung.

Nina Warken


44 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Bundesregierung im Bereich der gesetzlichen sozialen Pflegeversicherung mit der Note 6 (ungenügend). Weitere 24 Prozent vergeben die Note 5 (mangelhaft). Nur 10 Prozent geben ein befriedigend, ein Prozent ein sehr gut. Besonders kritisch sehen die Menschen in Sachsen-Anhalt die Lage. Die Umfrage wurde von Civey im Auftrag des AOK-Bundesverbandes durchgeführt.

Hohe Sorge vor steigenden Beiträgen und Eigenanteilen

77 Prozent der Teilnehmer stimmen zu, dass die Pflegeversicherung chronisch unterfinanziert ist. 84 Prozent rechnen mit deutlich steigenden Beiträgen in den kommenden zwölf Monaten und haben nur geringes Vertrauen in die finanzielle Stabilität der Versicherung in den nächsten zehn Jahren. Die durchschnittlichen Eigenanteile im Pflegeheim lagen Ende 2025 bei 2600 Euro pro Monat. 86 Prozent der Befragten haben Angst vor finanzieller Überforderung, falls sie selbst einmal auf Heimversorgung angewiesen sind. Jeder Zweite fürchtet zudem, der eigenen Familie finanziell zur Last zu fallen oder kein bezahlbares Pflegeheim in der Nähe zu finden.

Unzufriedenheit mit Pflegeangeboten vor Ort

53 Prozent der Deutschen sind mit den Pflegeangeboten in ihrem Bundesland unzufrieden. Nur 33 Prozent bewerten diese positiv. Lediglich 18 Prozent finden, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen insgesamt ausreichend Unterstützung erhalten. In manchen Regionen wie dem Saarland fällt die Kritik an der Angebotssituation noch deutlicher aus.

AOK fordert schnelle Reformen und Steuerzuschüsse

Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, kommentiert die Ergebnisse klar: Die Umfrage zeige den ungelösten Reformbedarf in der Pflege und verunsichere die Menschen. Zur Stabilisierung der sozialen Pflegeversicherung seien dringend zusätzliche Steuerzuschüsse notwendig. Effizienzsteigerungen allein reichten nicht aus. Reimann plädiert außerdem für Strukturreformen: Die Pflege vor Ort müsse gestärkt, das Leistungsrecht vereinfacht und starre Sektorengrenzen aufgehoben werden. Zudem sollten Ausbildungskosten für Pflegeberufe nicht mehr über die Eigenanteile der Heimbewohner finanziert werden.

Sven von Storch

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Comments

Glass Steagall Act

27.04.2026 | 16:18

Merkwürdigerweise schlägt die Unzufriedenheit aber nicht auf das Wahlverhalten um! Scheinbar braucht der Deutsche Wähler sehr lange, bis er sein traditionelles Wahlverhalten an seine Stimmungsänderung anpasst! Hier wäre mal eine dringende Beschleunigung angesagt.

Diese Kriegstreiberregierung verdient nicht nur die Note ungenügend ! Da sie nicht aus den letzten Kriegen gelernt haben und auch sämtliche Verträge ,sogar unsere Verfassung brechen kann man solche Kriegstreiber nur als Narzisten und vermutlich Nazis bezeichnen ,denn sie tun alles um einen Krieg gegen Russland zu erreichen - Man muss davon ausgehen ,dass die Vorhersagen von Alois Irlmeier eintreffen ,dann aber Gnade ihnen Gott ,damit nicht auch noch an jedem Laternenpfahl diese Politiker hängen ! Und dann wäre es nur noch gerecht !                                          

Kommt das in der ARD ist morgen Revolution ☝️ wir werden ausverkauft, weil sie es können!         https://youtu.be/qFmYJAToFas?si=AFPasI8lov5mjVNI

"Viele Bürgerinnen und Bürger blicken mit großer Sorge in die Zukunft der Pflege."

Bei der nächsten Wahl vor dem Ankreuzen das Gehirn einschalten!!!

Ekkehardt Fritz Beyer

28.04.2026 | 09:00

Ja mei: „Viele Bürgerinnen und Bürger blicken mit großer Sorge in die Zukunft der Pflege.“ ...

Sollte dies nun nicht einen weiteren wesentlichen Grund dafür darstellen, besonders die auch m. E. „komplette Fehlbesetzung“ https://www.focus.de/politik/deutschland/komplette-fehlbesetzung-viele-leser-wuerden-merz-vorzeitig-absetzen_48451781-b95a-4e60-8903-d8d9ab58e1a1.html unverzüglich zu schleichen?!! https://www.openpetition.de/petition/online/ruecktritt-von-friedrich-merz-kein-kanzler-fuer-soziale-gerechtigkeit-und-frieden 

Note 6 nur in der Pflegepolitik?

Und was ist mit der Migrations-, Klima-, Energie-, Sanktions-, Rüstungs- und Ukrainepolitik?

Aber es geht ja nicht um deutsche Politik, sondern um die Absichten der Deutschlandabschaffer - und die würden bestimmt Note 1 geben ...

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