[Siehe hierzu Interview der »Neuen Zürcher Zeitung« mit dem Propst Gerald Goesche]
Man glaubt kaum, im Berlin des Jahres 2019 zu sein:
Der Gottesdienst in der Berliner St.-Afra-Gemeinde wird wie in alten Zeiten zelebriert, bevor die Verweltlichung in die Kirchen einzog. Der Priester zieht noch feierlich in die Kirche ein. Es riecht nach Weihrauch. Die Segnung der Gemeinde mit Weihwasser ist kein symbolischer Akt, sondern eine kleine »Dusche«. Gebetet wird in Latein. Und die Hostie wird den Kirchenbesuchern kniend empfangen. Die Priester tragen feierliche Gewänder.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil durfte ab 1970 die lateinische Messe nur noch mit Genehmigung eines Bischofs gefeiert werden. in immer weniger Kirchen wurde sie ausgeübt. Doch Gerald Goesche gründete 2003 mit Billigung des Vatikans ein »Oratorium zur Pflege der außerordentlichen Form der heiligen Messe«.
So etwas hat Seltenheitswert in Deutschland. Der Propst erklärt hierzu im Interview mit der NZZ:
»Gemeinschaften wie die Petrusbruderschaft oder die Piusbrüder zelebrieren die Messe ähnlich. Aber wir sind stärker römisch und auch englisch geprägt. Unsere Programmhefte haben »Cathedral-Style«. Die Schönheit der Liturgie spielt bei uns eine überragende Rolle. Das ist in Deutschland besonders. Dazu gehört auch die Gregorianik. Ich weiß nicht, ob man diese außerhalb von Benediktinerabteien in dieser Qualität erleben kann.«
[Siehe hierzu Interview der »Neuen Zürcher Zeitung« mit dem Propst Gerald Goesche]


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