Hunderttausende Arbeitsplätze bedroht

Alarmierender Einbruch: Deutsche Industrieproduktion im Sinkflug

Seit 2019 ist die Industrie-Produktion um elf Prozent geschrumpft, während sie in der EU leicht zunahm und weltweit ansteigt. Die Produktion wird zunehmend ins Ausland verlegt, weil die deutschen Standortbedingungen so schlecht sind. 

Lars Klingbeil und Friedrich Merz

Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend ins Straucheln. Seit 2019 ist die Industrie-Produktion um elf Prozent geschrumpft, während sie in der EU leicht zunahm und weltweit ansteigt. Es ist also kein internationales Phänomen, sondern vor allen Dingen ein hausgemachtes in Deutschland. Denn andere Länder müssen ebenfalls mit der geopolitischen Lage (Ukrainekrieg) oder mit der neuen US-Zollpolitik zurechtkommen.

Negativtrend birgt ernsthafte Risiken für Wachstum und Beschäftigung

Neue Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) offenbaren einen dramatischen Rückgang der Industrieproduktion im August um 4,3 Prozent gegenüber dem Vormonat – der stärkste Monatseinbruch seit März 2022 [siehe Bericht "destatis.de"].

Dieser Trend setzt sich fort und birgt ernsthafte Risiken für Wachstum und Beschäftigung. Experten warnen vor einer anhaltenden Deindustrialisierung, während Unternehmen unter Kostendruck stehen und Produktion ins Ausland verlagern. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 einen weiteren Rückgang um 0,5 Prozent [siehe Bericht "marktundmittelstand.de"].

Der bittere Einbruch: Zahlen und Ursachen

Besonders hart trifft es Kernbranchen: Die Automobilindustrie verzeichnete ein Minus von 18,5 Prozent, der Maschinenbau 6,2 Prozent und die Pharmaindustrie 10,3 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) spricht von einer "dämpfenden" Konjunktur im dritten Quartal, während der BDI den vierten Rückgang in Folge beklagt.

Die Ursachen sind vielfältig: Rückläufige Auslandsaufträge, höhere US-Zölle und eine schwächelnde globale Nachfrage belasten die exportabhängige deutsche Industrie. Vor allen Dingen aber ist die Regierungskoalition von Friedrich Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) nicht fähig, angemessen auf diese negative Entwicklung zu reagieren. "Die deutsche Industrie verliert an Boden", warnt BDI-Vizepräsident Joachim Leibinger.

Kostendruck und Sparmaßnahmen: Betriebe im Überlebensmodus

Vor dem Hintergrund sinkender Umsätze greifen Unternehmen zu harten Einsparungen. Laut einer Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) planen 44 Prozent der Industrieunternehmen für 2025 Stellenabbau, nur 14 Prozent Einstellungen [siehe Bericht "finanzmarktwelt.de"]. Und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) meldet, dass 40 Prozent der Betriebe Investitionen kürzen, während nur 22 Prozent aufstocken [dihk.de]. Die DIHK warnt vor einem "dritten Krisenjahr in Folge".

Hohe Energiepreise treiben den Druck: Trotz des neuen Industriestrompreises, der Einsparungen von bis zu 650 Millionen Euro jährlich ermöglichen soll, bleiben Kosten ein Bremsklotz.

Abwanderung der Produktion: Das Ausland lockt

Die Krise treibt Unternehmen in die Emigration. Laut EY planen 45 Prozent der Industrieunternehmen neue Standorte im Ausland, nur 13 Prozent in Deutschland; 29 Prozent verlagern explizit Jobs. Und die DIHK bestätigt, dass hohe Energiepreise und Bürokratie dazu führen, dass 37 Prozent der Firmen Produktion einschränken oder ins Ausland verlagern wollen.

Die Gründe sind klar, denn die günstigere Energie in den USA (unter 7 Cent pro kWh) oder Spanien (10 Cent) im Vergleich zu Deutschlands 15 Cent ist ein lockender Faktor.

Eine ifo-Studie zeigt derweil, dass Unternehmen Fertigung nach Osteuropa und Asien verlagern. "Deutschland verliert als Investitionsstandort an Boden", mahnt DIHK-Ökonom Volker Treier. Bis Ende 2025 könnten weitere 100.000 Jobs ins Ausland wandern.

Soziale Härten: Die Folgen für die Belegschaft

Der Produktionsrückgang wirkt sich verheerend auf die Beschäftigten aus. Die Bundesagentur für Arbeit meldet einen Verlust von 120.000 Jobs im Verarbeitenden Gewerbe in den letzten zwölf Monaten – von 6,79 auf 6,67 Millionen.

Bis Ende 2025 könnten weitere 100.000 Jobs ins Ausland wandern. EY zählt bis Juni 101.000 Abbau, bis September sogar 114.000; seit 2019 sind 250.000 Stellen weg. Viele Betroffene, oft in strukturschwachen Regionen wie der Pfalz, verlieren nicht nur ihren Job, sondern auch ihre Existenzgrundlage. Beispiele wie die Schließung der Ronal-Fabrik in Landau (550 Jobs) oder Eberspächer (über 200 Stellen) zeigen die Härten. Soziale Abstiege, Qualifikationslücken und regionale Abwanderung drohen.

Reformen oder Absturz? Zeit für einen Politikwechsel! 

Die Krise ruft nach Handeln. Wirtschaftsinstitute wie das ifo prognostizieren für 2025 nur 0,2 Prozent Wachstum, während der BDI Reformen in Energie, Bürokratie und Handel fordert.

Die Politik muss nun Brücken bauen für eine Industrie, die Deutschland wieder stark macht. Dazu braucht es einen Politikwechsel. Die schwarz-rote Koalition scheint dazu nicht in der Lage zu sein. Die AfD steht aber für eine Zusammenarbeit bereit. Es geht immerhin um unsere Zukunft.
 

Sven von Storch

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Kommentare

Ich glaube kaum, dass die Grünen die Tragweite ihrer Politik erfassen. Wenn das Elend und die Not so groß ist, dass die Menschen mit Mistgabeln vor den Wahlbüros der Grünen stehen, dann sicherlich schon.

Könnte mir vorstellen, dass die Grünen die Diagrammgrafiken einfach im Baerbock-Stil um 180° drehen, dann geht´s nämlich aufwärts.

Schuld sind nicht nur hohe Energiepreise und Steuern, Bürokratie und Klimaschikanen - es kippt einfach im Lande immer mehr die Stimmung, weil es immer offensichtlicher wird, daß bei uns nicht FÜR sondern GEGEN das Land regiert wird - und das nicht weil die Regierung unfähig ist, sondern weil sie nach der Pfeife einer böswilligen Fremdherrschaft tanzt.

Siehe dazu die Migrationspolitik, die Energie- und Klimapolitik, den fremdbefohlenen Rüstungswahn samt Geldverschwendung für die Ukraine, die selbstbeschädigende Anfeindung und Sanktionierung Russlands bis hin zum lächerlichen Gendern und zum Selbstbestimmungsgesetz.

Nur durch Abschütteln der antideutschen Fremdherrschaft und einen Politikwechsel hin zu einer schwarz/blauen Koalition ist unser Land zu retten!

 

 

 

Die jüngsten Reaktionen der herrschenden Klasse deuten nicht darauf hin, dass die die Ursachen für den wirtschaftlichen Zusammenbruch erkannt haben und beseitigen wollen. Ein zitierfähiges Beispiel dafür ist die ganze eAuto-Trgödie. Keiner will die Dinger kaufen, aber mit Druck von oben soll dieser Unfug den Leuten aufgezwungen werden. Nein, die Leute wollen das einfach nicht. Punkt.

Schauen wir einmal zwei Jahre zurück, da wollte der gezeichnete Habeck sogar die Gasleitungen aus den Straßen reißen lassen, damit es kein Zurück mehr zu Gas gibt. Die können nicht einmal die Straßen mehr flicken, aber der wollte sogar die Gasleitungen rausholen lassen in seinem Wahn. Vor zwei Monaten dann sagte die unscheinbare Wirtschaftsministerin, dass H2 in der Wohnungswirtschaft und dem Verkehr keine Rolle spielen wird. Früher kamen solche abstrusen Szenen in lustigen Unterhaltungsfilmen im Fernsehen, heute ist das reale Politik der herrschenden Klasse. Man traut sich gar nicht mehr ins Ausland, weil man nur noch wegen denen der doofe Deutsche ist. Fahrt mal nach Ungarn, früher war man als Deutscher gern gesehen, heute wollen die nicht mal mehr den Euro tauschen und akzeptieren keine deutsche Sprache. Man soll ungarisch sprechen. Ja, verstehe ich alles.

Wer die CDU wählt, wird bald in der Massenarbeitslosigkeit landen. Aktuell gibt es täglich Meldungen, dass in Deutschland neue Betriebe geschlossen werden.

... „Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend ins Straucheln. Seit 2019 ist die Industrie-Produktion um elf Prozent geschrumpft, während sie in der EU leicht zunahm und weltweit ansteigt. Es ist also kein internationales Phänomen, sondern vor allen Dingen ein hausgemachtes in Deutschland.“ 

 

Tatsächlich?

 

Könnte es nicht auch so sein, wie es Thomas P. M. Barnett längst schon insofern beschrieb, dass das US- Ziel mit der „Migrantenflutung“ die Schaffung einer „hellbraunen Mischrasse“ mit einem durchschnittlichen Intelligenzquotienten (IQ) von 90 ist - dumm genug, um ihre Sklaverei nicht zu begreifen, „aber gerade noch ausreichend intelligent, um für die Herrscherkaste zu arbeiten“?

https://dieunbestechlichen.com/2018/01/migrantenflutung-nimmt-kein-ende…

 

Denn Selenskij fand den Schlüssel zu West-Politikern scheinbar längst!

https://rtde.team/meinung/258727-gleich-und-gleich-erkennt-sich/

 

Ist es deshalb möglich, dass die Geheimdienste des

https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich

der Bundesregierung auf der Nase herumtanzen?

https://www.nachdenkseiten.de/?p=140586

 

Was auch m. E. u. A. zur Folge haben könnte, dass der Westen „in sich zusammenbricht!!! 

https://rtde.team/meinung/258827-was-tun-wenn-westen-in-sich-zusammenbr…

Deutschland braucht weiterhin Autos mit Verbrenner und die Beendigung des "green-deal". Ohne normale Wirtschaftsbeziehungen mit Russland wird Deutschland weiter deindustrialisiert.

Im März sind Landtagswahlen im Autoland Baden-Württemberg. Wenn die CDU die Regierung führt mit den Grünen zusammen, wird Baden-Württemberg die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1945 erleben ! Die AfD braucht 30 % Wählerstimmen im Ländle, damit sie etwas verbessert !

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