»Christentum ist die Quelle der westlichen Stärke.«

Wie stark ist die Kirche von Marxisten infiltriert?

Neue Diskussion um alte Enthüllungen: Hat der Marxismus in den 1950er bis 1970er Jahren gezielt in die Kirche hineingewirkt – und sehen wir heute die Früchte dieser Unterwanderung?

Bild: Jacobin Magazine

In einem vielbeachteten Interview von Lara Logan wird die alte, aber brisante Frage erneut gestellt: Wurde die Kirche gezielt von marxistischen Kräften infiltriert? Die Rede ist von einer planmäßigen Unterwanderung in den 1950er, 60er und 70er Jahren – mit dem Ziel, die moralische und geistige Substanz der Kirche von innen heraus zu zersetzen.

Das Zeugnis von Bella Dodd

Der Ausgangspunkt dieser These ist die Aussage der ehemaligen Kommunistin Bella Dodd, die vor dem US-Kongressausschuss für unamerikanische Aktivitäten aussagte. Dodd berichtete, dass bereits Mitte des 20. Jahrhunderts kommunistische Kader gezielt in katholische Priesterseminare eingeschleust worden seien. Wörtlich sagte sie, dass »etwa 2000 Kommunisten in die Seminare infiltriert wurden«, um langfristig Einfluss auf die Kirche zu nehmen.

Die Logik dahinter war einfach: Wer die Kirche beeinflusst, beeinflusst das Gewissen der Nation. Im Interview heißt es dazu: »Marxisten unterstützen keinen Glauben und keine Kirche. Wenn sie in Seminare eindringen, dann nicht, um zu lernen oder zu wachsen, sondern um zu zerstören.«

Die Früchte der Zersetzung

Die Gesprächspartner führen die heutige moralische und doktrinäre Verwirrung innerhalb der Kirche direkt auf diese Infiltration zurück: »Unmoral ist das natürliche Resultat dieser Unterwanderung«, so einer der Sprecher.
Wenn Glaube und Disziplin schwinden, wenn die Kirche sich den Maßstäben der Welt anpasst statt sich ihnen zu widersetzen, dann – so der Gedanke – zeigt sich das Ergebnis jahrzehntelanger ideologischer Aushöhlung.

Die marxistische Strategie bestand nie darin, offene Revolutionen in der Kirche zu entfachen, sondern durch Lehre, Moraltheologie und innerkirchliche Politik jene Verwirrung zu säen, die den Glauben von innen schwächt. Der marxistische Mensch ist materialistisch, nicht metaphysisch; seine Mission zielt auf Umverteilung, nicht auf Erlösung. Wenn diese Denkweise in die Theologie eindringt, verwandelt sich Religion in Sozialarbeit, Gnade in Gleichmacherei, Buße in politische Parole.

Der Feind weiß, was den Westen stark machte

Ein Zitat aus dem Interview verweist auf ein bemerkenswertes Gegenbeispiel: Die chinesische Akademie der Wissenschaften – ein atheistisches kommunistisches Institut – habe über Jahrzehnte hinweg untersucht, warum der Westen so erfolgreich war. Das Ergebnis, so die Autoren des Buches Jesus in Beijing von David Aikman: »Christentum war die Quelle der westlichen Stärke.«

Ausgerechnet die Kommunisten Chinas erkennen also, dass jene moralische Grundlage, die sie in ihrer eigenen Ideologie bekämpfen, der Ursprung von Freiheit, Innovation und sozialer Ordnung ist. In den Worten eines der Gesprächspartner: »Die atheistischen Kommunisten haben erkannt, dass das Christentum Amerika groß gemacht hat – und wir streiten hier immer noch darüber.«

Die Konsequenz

Wenn der Marxismus die Kirche wirklich infiltriert hat, dann sehen wir heute seine reifen Früchte: Verwirrung statt Klarheit, moralische Beliebigkeit statt Heiligkeit, Anpassung statt Mission. Der Angriff war nicht laut, sondern leise – nicht mit Gewalt, sondern mit Ideologie.

Doch wer erkennt, dass der Glaube die Quelle von Freiheit, Kultur und Würde ist, der versteht auch: Nur durch Rückkehr zu den Wurzeln des Christentums lässt sich diese innere Unterwanderung überwinden.

Denn, wie der Sprecher abschließend betont: »Ohne das Christentum wird dieses Land nicht groß bleiben – es wird in die falsche Richtung gehen.«

Sven von Storch

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