Deutschland solle wieder kriegstüchtig werden, finden der SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius und der CDU-Kanzler Friedrich Merz. Dazu sollen mehr Freiwillige angeworben und Schritt für Schritt die Wehrpflicht wieder eingeführt werden.
Der Plan sieht vor, jährlich tausende junge Menschen für den Dienst in der Bundeswehr zu gewinnen, indem sie mit Fragebögen für einen möglichen Dienst kontaktiert werden. Das alles solle zunächst auf freiwilliger Basis stattfinden.
Dem bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dauert dieses Verfahren zu lange. Er hat sich (wie immer) mit dem neuen Wind gedreht und markiert jetzt den Verfechter der allgemeinen Wehrpflicht.
Söder will keine »Wischi-Waschi-Wehrpflicht«
Markus Söder erklärte gegenüber der BILD am SONNTAG:
»An der Wehrpflicht führt kein Weg vorbei. Halbe Sachen reichen nicht mehr. Eine Wischi-Waschi-Wehrpflicht hilft niemandem. Freiwilligkeit kann nur ein erster Schritt sein. In Zeiten großer Bedrohung brauchen wir mehr als eine Fragebogen-Armee.«
»Je schneller und klarer die Wehrpflicht kommt, desto besser«
Das schrittweise Vorgehen dauert für Söder zu lange. Er findet: »Die Sicherheit Deutschlands ist leider massiv in Gefahr. Jeder Tag Zögern schwächt unsere Sicherheit. Deshalb müssen wir uns wappnen und die Bundeswehr massiv ausbauen. Nicht nur mit Geld, Technologie und Waffen, sondern auch mit genügend Personal.«


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