Festnahme nach Verfolgungsfahrt
Die Festnahme erfolgte laut TVN24 am Dienstagmorgen in Pruszków, südwestlich von Warschau. Wolodymyr Zhuravlov wurde von deutschen Ermittlern verfolgt, nachdem ein Auto, in dem er unterwegs war, kurz vor den Explosionen in der Nähe des Hafens, in dem sich das Segelboot Andromeda befand, von einer Radarkamera erfasst wurde.
Weitere Ukrainer in die Sabotage verwickelt
Zwei weitere ukrainische Staatsbürger wurden als formelle Verdächtige identifiziert – alle drei sind erfahrene Taucher und arbeiten mit einem Tauchunternehmen in der Ukraine zusammen. Das Trio soll Teil der fünfköpfigen Besatzung gewesen sein, die am 6. September 2022 mit der Andromeda in die Ostsee aufbrach.
Anwalt pocht auf Freispruch
Zhuravlovs Anwalt Tymoteusz Paprocki äußerte sich gegenüber der polnischen Nachrichtenagentur PAP zu den Verdächtigungen. Er ist der Ansicht, dass sein Mandant aufgrund seiner ukrainischen Staatsangehörigkeit einer Strafe entgehen sollte. „Angesichts der Tatsache, dass Nord Stream einem russischen Unternehmen gehört, das den Krieg direkt finanziert, ist es schwer vorstellbar, dass die Beteiligung eines ukrainischen Staatsbürgers als Verbrechen gewertet werden könnte“, sagt Paprocki. Zhuravlov ist ukrainischer Staatsbürger, lebt aber in Polen und hat auch eine Adresse außerhalb Kiews. Letzten Monat wurde im italienischen Brindisi ein vierter Mann festgenommen, der in deutschen Medien als „Serhij K.“ bezeichnet wird und verdächtigt wird, die Explosion koordiniert und sich während des Angriffs an Bord befunden zu haben.


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