Doppelmoral im Namen des Hasses:

Kanadas »Combating Hate Act« ignoriert Christenverfolgung

Während Kirchen in Flammen stehen, schweigt die Regierung: Die konservative Abgeordnete Leslyn Lewis kritisiert das neue »Hassgesetz« als einseitig, gefährlich und antichristlich.

Bild: Petitionsseite

In Kanada sorgt das neue Gesetzesvorhaben Bill C-9, der sogenannte Combating Hate Act, für Empörung. Die konservative Abgeordnete Leslyn Lewis prangert im Parlament an, dass das Gesetz zwar jede nur denkbare Minderheit schützt, Christen jedoch vollständig ausschließt. »Ich finde es höchst befremdlich, dass ›christenfeindlicher Hass‹ in diesem Gesetz nicht einmal erwähnt wird«, sagte Lewis vor dem Unterhaus.

Wie LifeSiteNews berichtet, verurteilte Lewis die Heuchelei der liberalen Regierung, die einerseits angeblich »Hass« bekämpfen will, andererseits die grassierende Gewalt gegen Kirchen völlig ignoriert. Seit 2021 seien in Kanada über 120 Kirchen, vor allem katholische, niedergebrannt, geschändet oder zerstört worden – viele davon auf indigenem Land.

Schweigen angesichts brennender Kirchen

Lewis erinnerte daran, dass unlängst eine über hundert Jahre alte ukrainisch-orthodoxe Kirche in Edmonton vollständig abgebrannt sei – ein weiteres Opfer der Welle antichristlicher Gewalt, die das Land seit Jahren heimsucht. »Während wir zusehen, wie eine Rekordzahl heiliger Orte zerstört wird, bemerken Christen die Stille der Regierung. Gemeinden leben in Angst, und Gläubige fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen«, so die konservative Politikerin.

Das Gesetz, eingebracht von Premierminister Mark Carneys Justizminister Sean Fraser, erweitert die Befugnisse von Polizei und Staatsanwälten drastisch. Künftig könnte schon eine »Verletzung der Gefühle« als Hassdelikt gelten – eine Formulierung, die Verfassungsjuristen als Einfallstor für politische Zensur kritisieren.

Der Staat als Meinungsrichter

»Das Gesetz weitet die Macht des Staates aus, indem es die rechtlichen Schutzmechanismen abschafft und die Definition von Hassrede verwässert«, warnte Lewis. Es öffne die Tür zu einer Justiz, die künftig über Gedanken und Ansichten urteile. »Sobald solche Befugnisse gewährt sind, können sie von jeder Regierung gegen ihre Kritiker eingesetzt werden.«

Auch John Carpay vom Justice Centre for Constitutional Freedoms weist darauf hin, dass Bill C-9 zentrale Hürden im Strafrecht beseitigt. Bisher war für eine Anklage wegen »Hassverbrechen« die Zustimmung des Generalstaatsanwalts nötig – eine Garantie gegen politische Willkür. Diese Schutzmaßnahme soll nun entfallen.

Christen als vergessene Minderheit

Carpay kritisierte zudem, dass die Regierung in ihrer Pressemitteilung »Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie und Transphobie« hervorhebt, aber kein Wort über die Welle anti-christlicher Angriffe verliert. »Antikatholischer Hass steht offensichtlich nicht auf dem Radar des Ministers«, sagte er.

Während liberale Medien weiterhin Mythen über angebliche »Massengräber« an katholischen Internaten verbreiten, die sich nach Jahren als unbegründet erwiesen haben, brennen weiterhin Kirchen – und die Täter werden kaum verfolgt.

Was als »Kampf gegen Hass« verkauft wird, ist in Wahrheit ein Werkzeug zur Unterdrückung religiöser und politischer Dissidenz. Die Regierung, die Christen nicht schützt, sondern ihr Schweigen mit Gesetzeskraft erzwingt, verrät die Grundprinzipien der Freiheit, auf denen Kanada einst gegründet war.

Wenn »Hass« nur noch das bedeutet, was der Staat darunter versteht, dann ist das Ende der freien Gesellschaft längst besiegelt.
 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.