Ein historischer, aber auch schicksalhafter Schritt: Die anglikanische Kirche hat Dame Sarah Mullally zur neuen Erzbischöfin von Canterbury ernannt – und damit zur obersten geistlichen Führerin der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft. Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der Institution, die einst als Bollwerk des Glaubens galt. Doch statt Glauben herrscht nun Ideologie. Wie LifeSiteNews berichtet, ist Mullally eine erklärte Feministin, Befürworterin von Abtreibung und Unterstützerin der LGBT-Bewegung – und damit Symbolfigur des geistlichen Niedergangs der Kirche von England.
Eine feministische Bischöfin als Glaubenshüterin
Mullally, die einst als Krankenschwester und Gesundheitsfunktionärin im NHS arbeitete, stieg schnell in der Hierarchie auf – 2018 wurde sie Bischöfin von London, nun folgt der Sprung auf den höchsten Stuhl der Kirche. Ihre theologischen Positionen sprechen eine deutliche Sprache: Sie befürwortete den »LGBT+ History Month«, gründete Beratungsgruppen zur »Inklusion von LGBT+ Personen« und bezeichnete sich selbst als »pro choice«. In einem Blogbeitrag von 2012 schrieb sie: »Ich würde mich wohl eher als pro choice denn als pro life bezeichnen – obwohl ich mich auf einer Skala irgendwo dazwischen bewegen würde.«
Mit dieser Haltung stellt sie die moralischen Grundsätze des Christentums auf den Kopf. Wer die Tötung ungeborenen Lebens verteidigt und sexuelle Orientierung über göttliche Ordnung stellt, hat sich längst vom Evangelium entfernt.
Der Triumph des Liberalismus über den Glauben
Die Kirche von England, die 1994 begann, Frauen zu »ordinieren«, hat nun ihren konsequenten Endpunkt erreicht: eine feministisch-liberale Erzbischöfin, die mehr mit den Schlagworten des Zeitgeistes als mit der Heiligen Schrift vertraut ist. Schon seit Jahrzehnten leidet die anglikanische Kirche unter einer fortschreitenden Entchristlichung – mit leeren Kirchenbänken, wachsendem moralischem Relativismus und der Anpassung an gesellschaftliche Moden.
Mullallys Ernennung zeigt, dass nicht mehr das Evangelium, sondern der politische Aktivismus den Kurs bestimmt. Statt Umkehr und Glaube: Inklusion und Selbstverwirklichung. Statt Verkündigung Christi: Gender-Agenda und Diversity.
Eine Kirche ohne Richtung
Während der säkulare Staat und seine Medien jubeln, erkennen viele Gläubige den Ernst der Lage. Die »Kirche« ist zum Spiegelbild einer Gesellschaft geworden, die Gott aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Ihre neuen Führer verkünden nicht mehr die Wahrheit Christi, sondern den Zeitgeist – und dieser wechselt mit jeder Mode.
Wenn die Kirche zur Bühne für politische Experimente wird, verliert sie ihre Seele. Die Ernennung Sarah Mullallys ist nicht nur eine Personalentscheidung – sie ist ein Symbol für den endgültigen Triumph des Liberalismus über den Glauben.
Der Stuhl von Canterbury, einst ein Zeichen der Treue zu Christus, wird nun zum Altar der Ideologie. Und während die Welt klatscht, schweigt der Himmel.


Comments
argusauge@t-online.de
12 Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, bdass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.
a) 1.Kor 14,34; b) 1.Mose 3,16
13 Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva.
14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen.
O-Ton Die Bibel
Anmerkung: Gott hat da schon lange einen Riegel vorgeschoben, damit nicht auch noch die Gemeinde Jesu Christie durch allerlei Irrlehren verführt würde. Frauen dürfen Frauen belehren aber auf der Kanzel haben si e nichts zu suchen.
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