Das »neutrale Zentrum« – das neue Nichts

Die Lüge vom politischen Spektrum: »Links«, »Rechts« und die verlorene Wahrheit

Raymond Ibrahim entlarvt die moderne Einteilung von »Links« und »Rechts« als ideologische Falle – und ruft zur Rückkehr zur Wahrheit auf. 
 

Symbolbild. KI.

Täglich schallen die Begriffe »die Linke« und »die Rechte« durch Parlamente, Medien und Talkshows. Doch kaum jemand fragt noch, was sie eigentlich bedeuten. Der ägyptisch-amerikanische Historiker Raymond Ibrahim erklärt in seinem Beitrag auf The Stream, dass diese Begriffe nichts anderes sind als ein Schleier, der die eigentliche Auseinandersetzung verdeckt: Es geht längst nicht mehr um Politik – es geht um Wahrheit.

Das »neutrale Zentrum« – das neue Nichts

Das sogenannte Zentrum, das sich selbst als gemäßigt und objektiv feiert, ist für Ibrahim nichts anderes als moralische Leere. »Das Zentrum ist nicht Neutralität – es ist Nihilismus«, schreibt er. Wer sich dort einrichtet, verzichtet auf die Unterscheidung zwischen Gut und Böse und flieht vor der Verantwortung, Haltung zu zeigen. Diese vermeintliche Mitte ist also kein Ort des Friedens, sondern der Kapitulation.

Der »extreme Rechte« – der letzte Realist

Im Gegensatz dazu seien diejenigen, die heute als »ultra-rechts« verschrien werden, schlicht diejenigen, die noch an die Wirklichkeit glauben. Sie bekennen sich zu Gott, Familie, Tradition, Ordnung und Heimat – Werte, die in der gesamten nicht-westlichen Welt selbstverständlich sind. In Indien, Afrika, Asien oder Lateinamerika würde niemand diese Prinzipien als extrem bezeichnen. Nur im Westen, so Ibrahim, sei es möglich, dass Normalität zum Skandal wird und die Zerstörung der eigenen Kultur als Fortschritt gilt.

»Zivilisation hängt von Kontinuität ab«, schreibt er. Familie, Glaube und kulturelles Gedächtnis seien keine Ideologien, sondern die Substanz menschlicher Existenz. Der Westen aber habe diese Grundlagen »verlernt oder sich herausgroomt lassen«.

Der Wahnsinn der Linken

Was links der Mitte geschieht, beschreibt Ibrahim als »kollektiven Wahn«. Nachdem der Nihilismus die Wahrheit verdrängt hat, zieht der Irrsinn ein. Die Leugnung biologischer Realität – etwa die Behauptung, Geschlecht sei bloß eine Frage der »Identität« – sei das Paradebeispiel. Für den Christen sei das geistige Krankheit, für den Psychiater eine psychische Störung. Doch statt diese Krankheit zu behandeln, erhebt der Westen sie zum Kult.

Die Folge: Lüge wird zur Meinung, und Meinung wird zur Wahrheit erklärt. Das politische Spektrum – »links«, »rechts«, »Mitte« – verschleiere diesen Zerfall, indem es Wahnsinn als legitime Option darstellt.

Der Krieg um die Wahrheit

Ibrahim schließt mit einer Kampfansage: »Das politische Spektrum ist Propaganda.« Es diene dazu, die Lüge als Meinung zu tarnen. Die vermeintlich »rechte« Position sei in Wahrheit nur Treue zur Realität, während die Mitte den Glauben an Wahrheit aufgegeben habe und die Linke den Irrtum zur Religion mache.

Wenn der Westen überleben wolle, müsse er den politischen Kompass verwerfen und zur Wahrheit zurückkehren – zu Vernunft, Natur und Gott. Alles andere, so Ibrahim, ist der Weg in den Untergang.

Sven von Storch

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