Kardinal Müller warnt:

Die Kirche wird von Marxisten und Wokisten unterwandert

In einem scharf formulierten Interview prangert Kardinal Gerhard Ludwig Müller den moralischen und geistigen Verfall der Kirche an – von der Islamisierung Europas bis zur Entweihung des Petersdoms durch die LGBT-Bewegung.

Bild: Can Elvir Tabakovic

Die Worte des deutschen Kardinals sind ein Paukenschlag. In einem ausführlichen Gespräch mit der Journalistin Diane Montagna analysiert Gerhard Ludwig Müller, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation, den Zustand der Kirche – und zeichnet ein düsteres Bild. Wie FSSPX Aktuell berichtet, sieht Müller in der aktuellen Entwicklung eine marxistische Infiltration der Kirche, getarnt als „pastorale Modernisierung“ und „offene Inklusion“.

»Wokismus ist die Fortsetzung des alten Marxismus«

Der Kardinal sieht in der gegenwärtigen Ideologie des Wokismus eine direkte Fortführung der marxistischen Menschenauffassung. Diese habe Europa bereits durch Faschismus und Kommunismus verwüstet und drohe nun, unter einem neuen moralischen Deckmantel, das geistige Fundament des Kontinents vollends zu zerstören. Müller betont: »Unsere erste Aufgabe besteht darin, allen das Evangelium zu verkünden – nicht darin, politischen Ideologien zu dienen.«

Was den Islam betrifft, spricht Müller von einer faktischen Invasion Europas: »Deutschland ist in vielerlei Hinsicht bereits ein muslimisches Land.« Die Verantwortlichen in Kirche und Politik weigerten sich, diese Realität anzuerkennen. Die Bischöfe, so Müller, »verschließen die Augen vor der Gefahr oder verstehen sie nicht«.

Sakrileg im Herzen der Christenheit

Besonders empört zeigte sich der Kardinal über die LGBT-Jubiläumswallfahrt Anfang September in Rom, bei der Teilnehmer die Heilige Pforte durchschritten und in der Jesuitenkirche Il Gesù eine Messe feierten. »Sie haben den Tempel Gottes entweiht«, so Müller. »Diese Bewegung steht in absolutem Widerspruch zum Willen Gottes, des Schöpfers, der die Ehe als heiliges Sakrament eingesetzt hat.«

Er verurteilte scharf, dass Bischöfe und Priester diesem Sakrileg Raum gegeben hätten. »Diese Paare zu segnen ist ein Sakrileg und steht in völligem Widerspruch zum Wort Gottes.« Die Befürworter solcher Segnungen, so Müller weiter, »interessieren sich nicht für das Heil der Seelen, sondern vertreten eine antichristliche Ideologie, die Ehe und Familie an sich angreift«.

Die Kirche als Bühne der Weltideologie

Auch die jüngste »Versammlung der Menschheit« in Rom – mit Drohnenshow, Konzerten und der Projektion des Papstgesichts über die Kuppel des Petersdoms – sieht Müller als Zeichen einer gefährlichen Entwicklung. »Es erinnerte an die Apotheose der Antike oder an den Roten Platz in Moskau, wo Stalin und Lenin wie neue Götter verehrt wurden«, sagte er.

Die Kirche drohe, zu einer »moralischen Instanz der Vereinten Nationen« degradiert zu werden – eine säkularisierte NGO, die statt des Kreuzes die Ideale einer globalen Weltordnung predigt. »Solche Veranstaltungen«, so Müller, »verwandeln die Kirche in eine Tribüne der Ideologie, anstatt sie als Werkzeug der Erlösung zu bewahren.«

»Die Wahrheit spaltet – aber sie rettet«

Papst Leo XIV., so der Kardinal, wolle die ideologische Polarisierung innerhalb der Kirche überwinden. Doch Müller warnt: »Das kann nicht durch Kompromisse geschehen. Die Wahrheit spaltet die Menschen in jene, die dem Wort Gottes folgen, und jene, die es ablehnen.«

In einer Zeit, in der Bischöfe über den Segen homosexueller Paare diskutieren und sich mit globalistischen Bewegungen solidarisieren, ruft Kardinal Müller zur Rückkehr zu Glaube, Vernunft und Wahrheit auf.

Seine Worte klingen wie eine Prophezeiung – und wie eine letzte Warnung: Wenn die Kirche ihre Seele an den Zeitgeist verkauft, wird sie nicht von außen zerstört, sondern von innen zerfressen. Die marxistische Infiltration, vor der Müller warnt, hat längst begonnen – und sie trägt den Namen »pastorale Erneuerung«.
 

Sven von Storch

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Kommentare

Wie so wundert sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller eigentlich ,hat er die Bibel nicht gelesen ?

2 Thess 2,3   :

Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens,......

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