Nur 800 Haftplätze für fast 230.000 Ausreisepflichtige

Bundespolizei-Chef: 60 Prozent aller Abschiebungen scheitern

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann kritisiert in einem Beitrag der Welt am Sonntag die unzureichende Anzahl an Haftplätzen, die geringe Durchsetzungsquote bei Ausreisepflichtigen und die strukturellen Probleme bei der Durchsetzung bestehender Gesetze. 

Bildschirmfoto Youtube/ARD

Das seien aber zentrale Funktionen für sicherheitspolitische Entscheidungen und deren praktische Umsetzung im Bereich Migration und Abschiebung. Aber: »Allein im vergangenen Jahr hatten wir etwa 53.800 Rückführungen, die von den Ländern bei uns angemeldet wurden. Rund 33.600 dieser Maßnahmen wurden wieder abgesagt, bevor die Person überhaupt an uns übergeben wurde«, so Romann. Im Klartext heißt das, dass etwa 60 Prozent der Abschiebemaßnahmen eingestampft wurden, bevor sie über ansatzweise zur Vollstreckung kamen.

Doch das ist noch längst nicht alles, was Romann kritisierte. »Viele Betroffene tauchen am Abflugtag unter oder legen kurzfristig ärztliche Atteste vor, die eine Abschiebung verhinderten. Das ist leider die Realität: Hinter jeder Zahl steckt ein Riesenaufwand. Und solange im Vorfeld so viele Maßnahmen storniert werden müssen, wird die Lücke zwischen den ausreisepflichtigen Personen und den tatsächlich Vollzogenen groß bleiben.«

Und es geht noch weiter: »Wenn 226.000 Ausreisepflichtigen weniger als 800 Abschiebehaftplätze gegenüberstehen, werden die Polizeien der Länder und die Bundespolizei im Antreffensfall weiterhin die Person nicht sistieren können, selbst wenn die rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.«

Diese Probleme sind nicht neu und den regierenden Altparteien im Bund und den Ländern längst hinreichend bekannt. Aber sie unternehmen ganz exakt nichts, um an diesen Verhältnissen etwas zu ändern. So lange sich an diesen Umständen nichts ändert, wird die Zahl der Abschiebungen sich auch nicht ändern; das ist klar.

Sven von Storch

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Kommentare

Wir haben Platz, sagen die Politiker wie die Grüne Riccarda Lang, B#90/die Grünen u.v.a.! Gestern sah ich in der U-Bahn im Rhein-Main-Gebiet eines dieser dort immer wieder aufgehängten 2Flyer", Flugblätter: Geben Sie bitte Platz! Vermieten Sie bitte günstig an Zimmer- und Wohnungssuchende!

 

Einer der Hintergründe aus Hinterzimmern ,ist die Migrationspolitik als Verschiebebahnhof von Steuergeldern ,von Unten nach Oben ,ohne abgeschoben zu werden !

Da sich unsere Politiker eher ankleben als ver-abschieben ,verschieben sich die Verhältnisse im Lande weiter nach Unten .Es wird also Zeit ,dass das Volk ab nach Oben schiebt !

Das Allerwichtigste ist, dass die Grenzen dicht gemacht werden und zwar ganz, denn alle, die nicht nach Deutschland reinkommen, brauchen auch nicht abgeschoben werden, so einfach ist das! Aber es ändert sich nichts, sondern es kommen immer mehr, die in unsere Sozialsysteme einwandern. Das ist der Grund, dass Deutschland total überfordert und verschuldet ist. Ein Land kann mit Zerstörung der Wirtschaft und massiver Einwanderung fremder Kulturen vernichtet werden.  

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