„Ich brauche keine Zahlen“

AfD setzt Klingbeil mit Klima-Fragen unter Druck

AfD setzt die Regierung wegen Milliardenkosten für Klimapolitik und wachsender Wohnungsnot unter Druck. Finanzminister Klingbeil und Bauministerin Hubertz weichen kritischen Fragen aus.

AfD setzt Finanzminister Klingbeil mit Fragen zu Klimakosten, CO₂-Ausstoß und Wohnungsnot unter Druck


Im Bundestag ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen AfD und Bundesregierung gekommen. Im Mittelpunkt standen milliardenschwere Klimamaßnahmen, steigende Wohnungsnot und die Folgen der Massenzuwanderung. Besonders eine Aussage von Finanzminister Lars Klingbeil sorgte für Aufsehen: „Ich brauche keine Zahlen.“

AfD setzt Klimapolitik der Regierung unter Druck

Mit deutlichen Fragen hat die AfD-Fraktion die Bundesregierung im Bundestag unter Druck gesetzt. Im Fokus stand dabei die milliardenschwere Klimapolitik der Ampel-Nachfolgeregierung unter CDU und SPD.

Ein AfD-Abgeordneter fragte Finanzminister Lars Klingbeil direkt, ob es sinnvoll sei, weiter enorme Summen in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren, obwohl sich der CO₂-Ausstoß von zweitausendvierundzwanzig auf zweitausendfünfundzwanzig nach seinen Angaben kaum verändert habe.

Klingbeil verteidigte die Maßnahmen und verwies auf Förderungen für Elektromobilität, Wärmepumpen und Industriestrompreise. Diese würden Verbrauchern helfen, Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig das Klima schützen.

„Ich brauche keine Zahlen“

Besonders für Diskussionen sorgte jedoch eine weitere Frage aus der AfD-Fraktion. Der AfD-Abgeordnete Rainer Kraft wollte von Klingbeil wissen, welchen konkreten Effekt Investitionen von rund eintausend Milliarden Euro auf die globale Durchschnittstemperatur hätten.

Die Antwort des Finanzministers fiel auffällig ausweichend aus.

Klingbeil erklärte:

„Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist, auf erneuerbare Energien zu setzen.“

Zwar verwies der SPD-Politiker auf Studien zur Wirksamkeit einzelner Instrumente, konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht. Stattdessen betonte er erneut, dass Deutschland unabhängiger von russischem Gas und fossilen Energieträgern werden müsse.

In sozialen Medien und Oppositionskreisen löste die Aussage heftige Kritik aus. Gegner der aktuellen Klimapolitik werfen der Bundesregierung seit Langem vor, mit immer höheren Ausgaben ideologische Projekte voranzutreiben, ohne deren tatsächlichen Nutzen ausreichend zu belegen.

Streit um Migration und Wohnungsnot

Auch beim Thema Wohnungsmarkt geriet die Bundesregierung unter Druck. AfD-Abgeordnete wollten von Bundesbauministerin Verena Hubertz wissen, ob der massenhafte Zuzug nach Deutschland eine Hauptursache für die Wohnungsnot sei.

Hubertz wich der Frage aus und erklärte:

„Ich spiele nicht Gruppen gegeneinander aus.“

Die SPD-Politikerin forderte stattdessen konkrete Vorschläge der AfD und verwies auf den geplanten sogenannten „Bauturbo“, mit dem mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen solle.

Doch die AfD legte nach. Die Abgeordnete Karolin Bachmann verwies auf Einschätzungen des Sachverständigenrats, wonach Migration erheblichen Einfluss auf die Wohnungsprobleme in Deutschland habe.

Hubertz blieb jedoch bei ihrer Linie und erklärte erneut, dass schnelleres Bauen die entscheidende Antwort sei.

Wachsende Kritik an Regierungskurs

Die Debatte zeigt, wie stark die Spannungen bei den Themen Klima, Migration und soziale Belastungen inzwischen zunehmen. Während die Bundesregierung auf Energiewende, Zuwanderung und staatliche Investitionsprogramme setzt, wächst in Teilen der Bevölkerung die Skepsis gegenüber den Kosten und Folgen dieser Politik.

Vor allem die AfD versucht zunehmend, wirtschaftliche Probleme, steigende Lebenshaltungskosten und die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt direkt mit der Politik der Bundesregierung zu verknüpfen.

Die heftigen Wortwechsel im Bundestag dürften deshalb nur ein Vorgeschmack auf kommende politische Auseinandersetzungen sein.

Sven von Storch

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Comments

Else Schrammen

26.05.2026 | 15:02

"... Ich brauche keine Zahlen ...", na klar, deshalb ist der sensible Lars ja auch Finanzminister, dann muss man nicht mehr zu rechnen. Ich habe die Debatte im Bundestag teilweise verfolgt. Am meisten imponiert hat mir die Ministerin für Nicht-Wohnungsbau. Die hat in ihren Antworten auf die Fragen des AfD-Abgeordneten den Vogel abgeschossen. Wir wissen ja, dass Politiker im allgemeinen ein Kästchen mit gängigen Phrasen bei sich tragen und auch ausgiebig nutzen. Die Hubertz aber hat einen RIESENSCHRANK davon und hat nicht eine davon ausgelassen. Chapeaux, unterirdischer geht es wirklich nicht mehr!

Wozu auch Zahlen? So genau geht das nun auch wieder nicht - Hauptsache es geht flott voran mit der Abschaffung Deutschlands.

Schlimm ist nur, daß es mit der Abschaffung der AfD nicht klappen will ... Ohne die könnte "man" schon viel weiter sein!

Warum Klimafragen ? Noch weiß Klingbeil nicht was Klima bedeuetet ,aber der Druck ,wenn bei ihm der Blitz einschlägt wird wöchentlich größer .Am Ende wird er dann das schlechte Klima bemerkeln ,aber nicht verstehen !

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