„Rat des Friedens“ offiziell gegründet:

Donald Trump stellt neue globale Machtarchitektur vor

Donald Trump gab die Gründung einer neuen internationalen Institution bekannt – des Rates des Friedens. Bei der feierlichen Sitzung fielen Aussagen über beendete Kriege, die rekordverdächtige wirtschaftliche Stärke der USA und einen ehrgeizigen Plan zur Stabilisierung des Gazastreifens. Laut Trump tritt die Welt in eine neue Phase der globalen Ordnung ein.

Die Welt nach Trump: vom Konfliktmanagement zur Friedenssteuerung


Im schweizerischen Davos wurde der Rat des Friedens offiziell ins Leben gerufen, eine neue internationale Struktur, die den Anspruch hat, zu einem zentralen Instrument bei der Lösung globaler Konflikte zu werden. Der amerikanische Präsident Donald Trump, der den Vorsitz des Rates übernommen hat, bezeichnete diesen Moment als „einen der wichtigsten Tage der zeitgenössischen Weltpolitik“.

Neue Institution mit globalen Ambitionen

Trump erklärte in seiner Rede, dass fast sechzig Staaten aus verschiedenen Regionen der Welt Interesse an einer Mitgliedschaft im Rat des Friedens bekundet hätten. Seinen Worten zufolge handelt es sich nicht um ein weiteres Diskussionsforum, sondern um ein „Organ des Handelns“, das konkrete Ergebnisse dort liefern soll, wo bisherige internationale Mechanismen versagt hätten.

Der Rat des Friedens soll eng mit den United Nations zusammenarbeiten, wobei Trump offen einräumte, dass die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit Konflikte auch ohne Einbindung der UNO lösen konnten. Nun sei jedoch der Zeitpunkt gekommen, politischen Willen, wirtschaftliche Stärke und internationale Legitimität zu verbinden.

Gaza als erster Testfall

Eines der zentralen Themen der Rede war die Lage im Gazastreifen. Trump erklärte, der Konflikt nähere sich seinem Ende und der Rat des Friedens werde eine Schlüsselrolle bei der Nachkriegsstabilisierung spielen. Er sprach von der Aufrechterhaltung der Waffenruhe, von Rekordwerten bei der humanitären Hilfe und von der Freilassung aller lebenden Geiseln.

Laut dem Präsidenten soll Gaza demilitarisiert, neu verwaltet und „schön wiederaufgebaut“ werden. Genau diesen Prozess bezeichnete Trump als Modell, das später auch in anderen Krisenregionen angewandt werden könne.

Bilanz: „acht Kriege in neun Monaten“

Trump betonte in seiner Rede wiederholt, dass während seiner Amtszeit acht bewaffnete Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt beendet worden seien. Er nannte unter anderem Spannungen zwischen Indien und Pakistan sowie Konflikte in Afrika und im Nahen Osten. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Ukraine, wo nach seinen Angaben intensive diplomatische Gespräche mit dem Ziel stattfinden, das Blutvergießen zu beenden.

Der Präsident erinnerte zudem an den Schlag gegen das iranische Nuklearprogramm, den er als entscheidenden Schritt zur Verhinderung einer neuen nuklearen Bedrohung bezeichnete.

Wirtschaftliche und militärische Stärke als Grundlage des Friedens

In der Rede wurden auch starke wirtschaftliche Zahlen genannt. Trump erklärte, die Vereinigten Staaten hätten Zusagen für Investitionen von über achtzehn Billionen Dollar gesichert und die amerikanische Wirtschaft erlebe eine Phase des Wachstums bei minimaler Inflation. Nach seiner Auffassung gilt eine einfache Regel: „Wenn Amerika boomt, boomt die ganze Welt.“

Zugleich kündigte er an, dass sich nahezu alle Verbündeten innerhalb der NATO verpflichtet hätten, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, was die globale Sicherheitsarchitektur stärken solle.

Die Welt nach Trump: vom Konfliktmanagement zur Friedenssteuerung

Zum Abschluss unterstrich Trump, dass der Rat des Friedens das Potenzial habe, zu einem der einflussreichsten Gremien der modernen Geschichte zu werden. Seinen Worten zufolge handelt es sich nicht um ein amerikanisches Projekt, sondern um ein Instrument „für die ganze Welt“. Er zeigte sich überzeugt, dass Jahrzehnte von Hass, Blutvergießen und Chaos durch dauerhaften Frieden ersetzt werden könnten – vorausgesetzt, die weltweiten Führungspersönlichkeiten seien bereit zu handeln und nicht nur zu reden.

Die Gründung des Rates des Friedens signalisiert laut der Rede somit einen grundlegenden Wandel: weg von der bloßen Verwaltung von Krisen hin zu ihrer aktiven und zentralisierten Lösung. Ob sich dieser Anspruch erfüllt, wird erst die Praxis in jenen Regionen zeigen, in denen Frieden bislang als unerreichbares Ziel galt.

Führende Politiker und Vertreter aus neunzehn Ländern (Aserbaidschan, Argentinien, Armenien, Bahrain, Bulgarien, Ungarn, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, Katar, Marokko, Mongolei, Vereinigte Arabische Emirate, Pakistan, Paraguay, Saudi-Arabien, Türkei, Usbekistan sowie das selbsternannte Kosovo) unterzeichneten die Charta gemeinsam mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Trump erklärte, dass der Rat aus mehr als fünfzig Ländern bestehen werde.

Einladungen wurden an zahlreiche Staats- und Regierungschefs verschickt, darunter auch an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Vorsitz und Ziele

Trump wird den Vorsitz des Rates übernehmen, der gemäß den Vereinbarungen zwischen Israel und der Hamas die Verwaltung des Gazastreifens übernehmen soll.

Der Sondergesandte der USA, Steve Witkoff, erklärte, dass der Rat auch in weiteren Regionen tätig sein werde.

Teilnahmebedingungen und Entscheidungsfindung

Nach Angaben der Agentur Bloomberg ist jeder beteiligte Staat höchstens für einen Zeitraum von drei Jahren Mitglied, sofern er nicht eine Aufnahmegebühr in Höhe von einer Milliarde US-Dollar oder mehr entrichtet, die ihm eine dauerhafte Mitgliedschaft garantiert.

Entscheidungen werden mit Mehrheit getroffen, bedürfen jedoch der endgültigen Genehmigung durch den Vorsitzenden.

Haltung Russlands

Der Sprecher des Kremls, Dmitrij Peskow, bestätigte, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Einladung zur Teilnahme erhalten habe und die Einzelheiten derzeit geprüft würden.

Putin dankte Trump für die Einladung und beauftragte das Außenministerium, den Vorschlag zu prüfen und mit den Partnern zu konsultieren.

Putin erklärte zudem, Russland sei bereit, dem Rat eine Milliarde US-Dollar „zur Unterstützung des palästinensischen Volkes“ für den Wiederaufbau des Gazastreifens und zur Lösung palästinensischer Probleme zur Verfügung zu stellen – eine Frage, die bereits mit der amerikanischen Seite erörtert worden sei.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

FRIEDEN KEINEN KRIEG MEHR Trumps „Friedensrat“: Wer hat zugesagt? Und welche Länder lehnen das Gremium ab. Der „Friedensrat“ von Donald Trump sorgt weltweit für Zündstoff. Vorsitzender soll der US-Präsident selbst sein. Staaten können sich unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Wer diese Gebühr nicht zahlt, soll nur für drei Jahre im Gremium vertreten sein. Am Donnerstag soll der „Friedensrat“ Gestalt annehmen. Das Gründungsdokument soll nach US-Plänen bei einer Zeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in Trumps Anwesenheit unterzeichnet werden. Seinen Vorstellungen zufolge soll er internationale Konflikte beilegen – und zwar laut Charta ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Das stösst Kritikern/KRIEGSBEFÜRWORTER sauer auf, wie die Tatsache, dass Trump zum „Friedensrat“ auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin eingeladen hat. Entsteht da ein Gremium, das Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schafft? 60 Staaten haben eine Einladung erhalten. Das ist der Stand der Zu- und Absagen: Kurz erklärt: Donald Trumps „Friedensrat“ Einwohner Grönlands reagieren auf Trumps Rede in Davos Diese Länder haben die Einladung zum „Friedensrat“ angenommen Ägypten: Das Aussenministerium schreibt: „Ägypten begrüsst die Einladung zum Beitritt zum Friedensrat.“ Präsident Abdel Fattah al-Sisi werde sie annehmen. Albanien: Ministerpräsident Edi Rama lobt Trump, seine Initiative habe „das Potenzial, zu einem wahrhaft transformativen Modell der Friedensförderung auf globaler Ebene zu werden“. Argentinien: „Es ist mir eine Ehre, heute Abend die Einladung für Argentinien erhalten zu haben, als Gründungsmitglied dem Friedensrat beizutreten“, schreibt Präsident Javier Milei auf X. Armenien: Ministerpräsident Nikol Paschinjan nimmt öffentlich Trumps Einladung an. Aserbaidschan: Das Aussenministerium gibt die Teilnahme des Landes bekannt. Bahrain: König Hamad hat nach Angaben des Aussenministeriums die Einladung angenommen. Belarus: Vor Reportern erklärt Machthaber Alexander Lukaschenko, dass er die Teilnahme als Gründungsmitglied unterschrieben hat. Israel: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angekündigt, Trumps Einladung anzunehmen und Mitglied des Friedensrates zu werden. Kasachstan und Usbekistan: Die Präsidenten der beiden zentralasiatischen Staaten haben Medienberichten zufolge ihre Teilnahme zugesagt. Kosovo: „Wir sind bereit“, schreibt Präsidentin Vjosa Osmani auf X. „Der Kosovo steht fest als Verbündeter Amerikas und ist bereit, diesen Frieden weiter voranzutreiben.“ Kuwait: Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna hat Kuwaits Aussenministerium bekanntgegeben, dass das Land dem Gremium beitreten wird. Marokko: Das Aussenministerium schreibt, König Mohammed VI. begrüsse „das Engagement und die Vision von Präsident Donald Trump für die Förderung des Friedens und hat diese Einladung angenommen“. Paraguay: „Wir übernehmen mit Stolz die Verantwortung, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für einen dauerhaften Frieden für alle zu arbeiten“, verkündet Präsident Santiago Peña Palacios auf X. Pakistan: Das Land freue sich darauf, „eine konstruktive Rolle im Rahmen des Friedensrates zu spielen“, teilt das Aussenministerium mit. Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Indonesien: In einer gemeinsamen Mitteilung von insgesamt acht Ländern erklären deren Aussenminister ihre Absicht zum Beitritt. Man begrüsse die Einladung Trumps und werde unterzeichnen, heisst es darin. Ungarn: Als bisher einziges EU-Land hat Ungarn zugesagt. „Wenn es Trump ist, dann ist es Frieden“, schreibt Ministerpräsident Viktor Orban auf Facebook. „Wir haben die ehrenvolle Einladung des Präsidenten selbstverständlich angenommen.“ Vereinigte Arabische Emirate (VAE): Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan hat die Einladung angenommen. „Seine Hoheit bekräftigte das Vertrauen der VAE in die Führungsrolle von Präsident Trump“, schreibt das Aussenministerium. Vietnam: Generalsekretär To Lam hat die Einladung angenommen, wie die Regierung offiziell verlautbart. Diese Länder haben dem „Friedensrat“ eine ABSAGE erteilt Frankreich: Wegen der zögerlichen Haltung von Präsident Emmanuel Macron, dem „Friedensrat“ beizutreten, droht Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner. Norwegen: Der stellvertretende Aussenminister Andreas Motzfeldt Kravik sagte der Zeitung „Aftenposten“, das Land könne dem „Friedensrat“, wie er aktuell konzipiert sei, nicht zustimmen. Schweden: Ministerpräsident Ulf Kristersson zufolge hat er bislang nicht formell auf die Einladung geantwortet. Nach den aktuellen Plänen werde Schweden aber nicht unterschreiben. Diese Länder haben – neben anderen – bisher nicht fest zugesagt Deutschland: Berlin reagiert bisher verhalten. Aussenminister Johann Wadephul zufolge gebe es noch Fragen. „Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen“, sagt er am Mittwoch. China: Bestätigt wird von der Regierung lediglich, dass Peking eine Einladung erhalten hat. Genauere Informationen gibt es zunächst keine. Grossbritannien: Premier Keir Starmer erklärte jüngst, er werde „mit Verbündeten über die Bedingungen des Friedensrats sprechen“. Italien: Die Regierung in Rom zeigt sich prinzipiell zwar offen für einen Beitritt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde nach einem Gespräch mit dem Sender Rai1 so zitiert, dass es in der Satzung allerdings einige Elemente gebe, die mit der italienischen Verfassung nicht vereinbar seien. Ihre Regierung brauche deshalb mehr Zeit. Sie halte es für unklug, wenn sich Europa aus einem „interessanten“ Gremium wie diesem heraushalte. Kanada: Das Land könne sich grundsätzlich eine Teilnahme vorstellen, die Details seien aber nicht endgültig geklärt, sagt Premier Mark Carney. Russland: Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben über diplomatische Kanäle eine Einladung von Trump erhalten. Putin sagte am Mittwoch, Russland sei bereit, die von Trump aufgerufene eine Milliarde Dollar Beitrittsgebühr für das Organ zu zahlen – allerdings nur aus den ohnehin in den USA eingefrorenen Mitteln. Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Medienberichten zufolge eine Einladung von Trump erhalten. Vor Journalisten soll er gesagt haben, es sei aber „schwer vorstellbar“, in diesem Gremium neben Russland und Belarus zu sitzen: „Russland ist unser Feind, Belarus ist sein Verbündeter.“ Vatikan: Papst Leo XIV. habe eine Einladung erhalten, erklärt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, „und wir prüfen derzeit unser weiteres Vorgehen“. 

Auch wenn man bezüglich seiner Aussagen in vieler Hinsicht skeptisch bleiben sollte, um danach nicht enttäuscht zu werden: Trumps neue "globale Machtarchitektur" dürfte allemal besser für die Menschheit sein, als die "Neue Weltordnung" der Globalisten.

Mit seiner m.E. völlig wirklichkeitsfremden Behauptung, daß mehr Rüstung der globalen Sicherheit dient, verliert Trump für mich allerdings viel an Glaubwürdigkeit.

Wozu mehr rüsten, wenn der "Rat des Friedens" konkrete Ergebnisse liefert?

"Trump betonte in seiner Rede wiederholt, dass während seiner Amtszeit acht bewaffnete Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt beendet worden seien."

Scheint ja ein rechter peacemaker zu sein, der Donnie im Wilden Westen, bekannt auch als "Westliche Wertegemeinschaft."  Zwar wäre er nach vielen Dekaden der erste POTUS, der das tut, aber vielleicht würde er sich doch besser um seinen eigenen Schei██ kümmern, wenn er MAGA will. 

Bei den Vereinten Nationen sind weltweit 70% Hungerleider-Staaten Mitglied, die abstimmen dürfen, obwohl sie total andere Probleme haben wie die zivilisierten Industriestaaten. Was da dann für ein Mist dabei heraus kommt und welchen Schaden das uns Industriestaaten jedes mal bringt, kann man immer sehen.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.