Eklat auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Der tschechische Minister Macinka lieferte sich auf offener Bühne ein scharfes Wortgefecht mit Hillary Clinton

Auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz ging es ordentlich zur Sache. Und es war mehr als nur ein diplomatischer Schlagabtausch. Der tschechische Politiker Petr Macinka geriet direkt auf der Bühne in eine scharfe Auseinandersetzung mit der ehemaligen US-Außenministerin Hillary Clinton – und ließ sich dabei keineswegs in die Ecke drängen.

Eklat auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Macinka vs. Clinton


Clinton legte scharf los. Die Administration von Donald Trump bezeichnete sie als beschämend, historisch korrupt und warf ihr Verrat am Westen, an der NATO und an den Menschenrechten vor. Die Ukraine kämpfe heute für „unsere Demokratie“, sagte sie, und Trump orientiere sich am Verhalten Wladimir Putins.

Der Saal verstummte.

Dann ergriff Petr Macinka das Wort.

„Ich glaube, Sie mögen ihn wirklich nicht“, begann er ruhig – und es war klar, dass dies kein diplomatisches Schulterklopfen werden würde.

Zusammenschnitt des Videos mit deutschen Untertiteln hier:

Trump als Reaktion auf einen „überdrehten Westen“

Macinka stellte die gesamte Debatte auf den Kopf. Er verteidigte Trump nicht blind. Doch er argumentierte, Trump sei eine Reaktion auf eine Politik, die sich zu weit von den normalen Menschen entfernt habe.

Er sprach von Cancel Culture, von der Woke-Revolution, von Gender-Ideologie und von Klima-Alarmismus. Als das Thema Geschlecht aufkam, sagte er ohne Zögern:

„Es gibt zwei – Mann und Frau. Der Rest ist ein soziales Konstrukt.“

In diesem Moment war die Spannung im Panel greifbar. Clinton unterbrach ihn sofort. Der Moderator griff ein. Worte flogen durch den Raum. Doch Macinka blieb ruhig und beharrte:

„Darf ich bitte meinen Gedanken zu Ende führen?“

Sein Ton war ruhig, aber entschlossen.

Ukraine oder ideologische Waffe?

Der schärfste Moment kam, als Clinton erklärte, die Ukraine kämpfe für „unsere Freiheit und unsere Werte“. Macinka widersprach.

„Die Ukraine kämpft in erster Linie für ihre eigene Zukunft, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit.“

Hilfe ja – aber ohne ideologischen Pathos. Seiner Ansicht nach nutzten Teile der westlichen Eliten den Krieg als Instrument für innenpolitische Kulturkämpfe.

Die Stimmung im Saal wurde spürbar angespannter.

Kann Trump den Krieg beenden?

Macinka räumte ein, dass er nicht sicher sei, ob Trumps Ansatz den Krieg tatsächlich beenden werde. Gleichzeitig stellte er eine unbequeme Frage: Wer sonst könne Russland real zum Einlenken zwingen?

Europa? Sanktionen beeindruckten Moskau seiner Meinung nach kaum. China? Schweige.

„Ich sehe Dialoge. Einen anderen starken Akteur sehe ich im Moment nicht“, sagte er.

Zusammenstoß zweier Welten

Die Debatte drehte sich nicht nur um die Ukraine. Sie war ein Spiegelbild des inneren Konflikts im Westen.

Clinton verteidigte liberalen Universalismus, Menschenrechtsprinzipien und die transatlantische Bindung.
Macinka sprach von Rückkehr zur Realität, von nationaler Souveränität und von der Ablehnung kultureller Experimente.

In München ging es damit nicht nur um Geopolitik. Es ging um die Frage, ob der Westen seinen ideologischen Kurs fortsetzt – oder zu pragmatischem Realismus zurückkehrt.

Eines ist sicher: Petr Macinka ging in München nicht unter. Und er war ganz bestimmt nicht nur Statist.

Sven von Storch

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Kommentare

Glass Steagall Act

16.02.2026 | 11:53

Macinka hat gut angefangen, aber am Ende ist er doch eingeknickt. Das konnte man daran erkennen, dass Clinton ihm am Anfang ständig ins Wort fiel, aber zu Ende sage er das richtige nach Clintons Meinung und sie blieb still.

Er hätte unbedingt sagen müssen, wer eigentlich 2013/14 den Maidan-Putsch angezettelt hat, nämlich die CIA unter Clintons Freund Obama! Und wer hat eine pro-westliche Regierung dort eingesetzt? Die USA. Und wer hat Russland die kommenden Jahre laufend gereizt, um einen Krieg zu provozieren! Und wer hat ständig gegen die NATO-Osterweiterung verstoßen?

Diese und viele weitere Fragen hätte ich Clinton gestellt!

Ekkehardt Fritz Beyer

16.02.2026 | 12:57

 

„Eklat auf der Münchner Sicherheitskonferenz“ ...

Was sicherlich nicht der Letzte sein wird, denn nun warf auch Tucker Carlson den USA vor, die "moralische Autorität" zu verlieren https://odysee.com/@unzensiertde:f/tucker-carlson-wirft-den-usa-vor,-die:a?lid=queue, was scheinbar auch auf die NL abfärbte!!! https://rtde.team/europa/270115-klaegeranwalt-%C3%ADm-strafprozess-gegen-gates-bourla-und-rutte-wegen-terrorvorwurfs-inhaftiert/ 

Es ist schon allein ein Skandal, dass die Clinton bei dieser sogenannten Sicherheitskonferenz dabeisein durfte und auftreten konnte. Sie sollte lieber ihrer US-gerichtlichen Vorladung Folge leisten und dort wahrheitsgetreue Aussagen machen, was sie und Clinton mit Epstein und dessen kriminellen und verbrecherischen Schweinereien zu tun hatten! Ganz abgesehen davon, dass sie US-Außenministerin war, als die USA Kriege gegen Länder führten, die die Amis nie bedroht oder ihnen etwas angetan haben.

Else Schrammen

16.02.2026 | 14:52

Was nimmt sich dieser Macinka heraus? Missachtet die gesicherten Erkenntnisse der "Wissenschaft" bzgl. Anzahl der Geschlechter, Klimakatastrophe, den ungleich schweren "Kampf der Kulturen" (und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag' ich dir den Schädel ein) und zeigt auch noch Verständnis für Trumps Haltung zum Frieden in der Ukraine. Weiß der Kerl nicht, dass Hillary eine aufrechte "Demokratin" ist, die lediglich "unsere Demokratie" verteidigt? Gegen den Gottseibeiuns, den Leibhaftigen? Eines muss man dem Tschechen allerdings lassen, Mut hat er ja. Und davon braucht man eine ganze Menge und Standfestigkeit, um einem  "keifenden alten Weib" zu widersprechen! 

Auch Macinka hat nicht recht, wenn er sagt "die Ukraine kämpft in erster Linie(?) für ihre eigene Zukunft, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit".

Noch viel weniger kämpft sie allerdings "für unsere Freiheit und unsere Werte"! Ganz im Gegenteil!

In erster Linie hat die Ukraine für die Weltmachtambitionen der globalistischen US-Kriegtreiber zu kämpfen! Und deren europäische Polit- und Medienmarionetten haben sie dabei zu unterstützen - ohne Rücksicht auf die Interessen der Bürger, von denen sie gewählt wurden ...

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