Ein neues Jahrhundert des Westens?

Rubio rief in München zur Erneuerung unter Führung der USA auf

Die Münchner Sicherheitskonferenz wurde zu einem Ort, an dem nicht nur eine historische Reflexion, sondern vor allem ein politischer Appell formuliert wurde. In seiner Rede stellte Marco Rubio eine klare Vision vor: Die Vereinigten Staaten sind bereit, die Initiative zur Erneuerung des Westens zu übernehmen – und sie wollen, dass Europa diesen Weg gemeinsam mit ihnen geht. Es handelte sich nicht um eine diplomatische Floskel. Es war ein Programm.

Erneuerung des Westens unter US-Führung: Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz


Rubio gründete seine Botschaft auf einer tiefen zivilisatorischen Verbundenheit. Die Vereinigten Staaten seien nach seiner Auffassung keine getrennte Welt, sondern die Fortsetzung der europäischen Geschichte.

Amerika wurde vor zweihundertfünfzig Jahren gegründet, doch seine Wurzeln reichen weit zurück – zu europäischen Traditionen, zum christlichen Glauben, zum kulturellen Erbe und zu historischen Erfahrungen. Nach Rubio geht es nicht nur um wirtschaftliche oder militärische Partnerschaft. Es geht um ein geistiges und kulturelles Band.

„Wir sind Teil einer einzigen Zivilisation – der westlichen Zivilisation“, betonte er.

Aus dieser Überzeugung leitet sich auch sein Appell zu Ernsthaftigkeit, Gegenseitigkeit und Verantwortung ab. Die Vereinigten Staaten kritisierten Europa nicht, um sich zu distanzieren, sondern weil ihnen sein Schicksal am Herzen liege. Zwei Weltkriege hätten gezeigt, dass die Geschicke beider Kontinente untrennbar miteinander verbunden seien.

Ein starkes Europa ist nach dieser Logik ein existenzielles Interesse Amerikas.

Was verteidigen wir eigentlich?

Die zentrale Frage der Rede lautete: Was ist das Wesen nationaler Sicherheit?

Rubio lehnte es ab, Sicherheit allein auf Haushaltszahlen oder Truppenstationierungen zu reduzieren. Armeen kämpften nicht für abstrakte Konzepte. Sie kämpften für ein Volk, für eine Nation, für eine Lebensweise.

Verteidigt werde eine Zivilisation – eine Zivilisation, die der Welt die Herrschaft des Rechts, die Universitäten, die wissenschaftliche Revolution und kulturelle Größen von Mozart und Beethoven über Dante und Shakespeare bis hin zu modernen Musikikonen geschenkt habe.

Diese Zivilisation solle stolz auf ihre Vergangenheit und selbstbewusst in Bezug auf ihre Zukunft sein. Ohne dieses Selbstbewusstsein lasse sich keine neue Ära gestalten.

Deindustrialisierung als politische Entscheidung

Rubio wies die Vorstellung zurück, der Niedergang industrieller Kapazitäten sei unvermeidlich gewesen. Seiner Ansicht nach handelte es sich um bewusste politische Entscheidungen, die zum Verlust von Produktionskapazitäten und zur Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten führten.

Der Verlust der Kontrolle über strategische Rohstoffe und Technologien sei nicht die natürliche Folge gesunden Handels gewesen, sondern das Ergebnis fehlerhafter strategischer Weichenstellungen.

Die Lösung? Reindustrialisierung.

Ein gemeinsames transatlantisches Projekt solle die industrielle Basis erneuern, in künstliche Intelligenz, Automatisierung, Raumfahrttechnologien und strategische Rohstoffe investieren. Der Westen müsse erneut die technologische Richtung bestimmen.

Massenmigration und Grenzkontrolle

Ein weiteres zentrales Thema war die Massenmigration. Rubio bezeichnete sie als destabilisierende Krise und nicht als Randthema.

Grenzkontrolle sei kein Ausdruck von Xenophobie, sondern ein grundlegendes Element nationaler Souveränität. Ein Staat, der den Zugang zu seinem Territorium nicht regulieren könne, verliere nach dieser Argumentation schrittweise die Kontrolle über seine eigene soziale und kulturelle Entwicklung.

Die Erneuerung des Westens müsse daher auch die Wiederherstellung der Kontrolle über Migration umfassen.

Reform internationaler Institutionen

Rubio übte zudem offene Kritik an internationalen Institutionen. Die Vereinten Nationen verfügten seiner Ansicht nach über Potenzial, hätten jedoch in zentralen Krisen versagt – sei es im Konflikt in Gaza, im Krieg in der Ukraine oder bei den nuklearen Ambitionen des Iran.

Es gehe nicht um einen Aufruf zum Isolationismus. Es gehe um Reform. Institutionen sollten der Sicherheit und Stabilität dienen und nicht nationale Verantwortung ersetzen.

Ablehnung eines verwalteten Niedergangs

Ein starkes Motiv der Rede war die Ablehnung eines „verwalteten Niedergangs“. Rubio erinnerte daran, dass nach neunzehnhundertfünfundvierzig viele glaubten, die Ära des Westens sei beendet. Frühere Generationen hätten den Niedergang jedoch verweigert – und den Kontinent erneuert.

Dieselbe Haltung müsse nun erneut eingenommen werden.

Die Vereinigten Staaten seien unter der Führung von Präsident Donald Trump bereit, einen Prozess der Erneuerung einzuleiten – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch und zivilisatorisch. Sie seien bereit, notfalls auch allein zu handeln. Ihre Präferenz bleibe jedoch ein gemeinsames Vorgehen.

Nicht Trennung, sondern eine Neudefinition der Partnerschaft.

Aufbruch in eine neue Phase

Der Schluss der Rede war eindeutig: Die Vergangenheit liegt hinter uns. Die Zukunft wartet. Rubio forderte Europa auf, eine Entscheidung zu treffen. Den bisherigen Kurs fortzusetzen – oder sich der amerikanischen Vision der Erneuerung anzuschließen.

Sein Auftritt war nicht nur eine diplomatische Erklärung. Er war die Formulierung eines Anspruchs – des Anspruchs, ein neues Jahrhundert des Westens zu gestalten, gegründet auf Souveränität, industrieller Stärke, technologischem Fortschritt und zivilisatorischem Selbstbewusstsein.

München wurde damit nicht nur zu einem Forum sicherheitspolitischer Debatten, sondern auch zu einem Ort, an dem ein offener Appell zur Neudefinition der Grundlagen der transatlantischen Partnerschaft formuliert wurde.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

15.02.2026 | 12:03

... „In seiner Rede stellte Marco Rubio eine klare Vision vor: Die Vereinigten Staaten sind bereit, die Initiative zur Erneuerung des Westens zu übernehmen – und sie wollen, dass Europa diesen Weg gemeinsam mit ihnen geht. Es handelte sich nicht um eine diplomatische Floskel. Es war ein Programm.“ ...

Weil die Weltmacht etwa eine aufziehende Gefahr wittert https://www.focus.de/politik/experten/jaeger/gefaehrliche-zwei-fronten-stellung-neue-gefahr-fuer-die-usa-wenn-russland-und-china-parallel-handeln-usa-einzige-weltmacht-russland-und-china-sind-bereit-zur-abloesung_id_4044042.html und entsprechend vorbereitet https://uncutnews.ch/das-us-militaer-hat-massenvergewaltigungen-von-kindern-in-afghanistan-unterstuetzt-jetzt-begehen-seine-soldaten-dieses-verbrechen-in-fort-bragg/ sein muss, da Russland seine Position im Verhandlungsprozess mit den USA immer weiter ausbaut? https://rtde.team/meinung/269869-russland-verstaerkt-seine-position-im-verhandlungsprozess-mit-usa/ 

Wurde der Angriff auf den Iran etwa deshalb in Washington beschlossen https://www.youtube.com/watch?v=ui5ftwqUGjg, um den Amis für den scheinbar ebenfalls längst festgelegten Krieg gegen Russland und China eine stabilere Basis zu legen???

Ja mei - und nun das: https://www.kurierverlag.de/politik/sieben-punkte-plan-putin-will-usa-deal-bei-ende-des-ukraine-kriegs-zr-94168121.html!!!

So sind der Wladimir Wladimirowitsch incl. seinem Donald in den Augen unserer(?) Göttin(?), ihrer Flinten-Uschi, des https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich, der Rutte Mark & Co. sicherlich zwei ganz arg bekämpfenswert-grausliche(?) Hundlinge(?)!!

Wie wohltuend diese Rede! Rubio bringt auf dieser Versammlung der Globalistenknechte sovieles auf den Punkt!

Was immer wieder nicht klar gesagt wird, ist, daß es einerseits die USA von Trump und Rubio gibt, die zwar sagen "America first", die aber auch anderen Nationen Freiheit, Frieden und Wohlstand gönnen.

Und auf der anderen Seite stehen die US-Globalisten mit ihren weltweiten Netzwerken von gekauften und/oder erpreßten Marionetten, die Nationen abschaffen und verarmen wollen, und totale Weltmacht und letztlich die Versklavung der Menschheit im Great Reset anstreben. 

Niemand steht so eindeutig auf der Seite der letzteren, wie die Vertreter unserer(?) unabhängigen(?) Regierung ...

Es ist nicht ganz klar, was eigentlich zum Westen gehört. Was und wo wäre der Osten? Sicher in Russland und China. Japan, Südkorea, die Philippinen, Indonesien, die Türkei, manche Staaten in Afrika, etwas schwach Lateinamerika und Australien, werden zum Westen gerechnet. Für die USA ist der Westen alles, was unter ihrer Kontrolle steht.

 
Für mich steht eines fest: Wir brauchen ein möglichst geeintes Europa. Ein Staatenbund in der bisherigen Form ist auf Dauer nicht sehr handlungsfähig, weil nicht mit einer Stimme gesprochen wird. Der Staatenbund ist zu langsam und zu ineffizient und hat keine einheitliche Außen- und Verteidigungspolitik, die wir dringend bräuchten. Bei einem Staatenbund besteht die Gefahr, dass er wieder zerbrechen wird. 

 

Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir aus Europa einen Bundesstaat machen sollten. Die europäischen Staaten sind heute so weit geeint, dass wir diesen Schritt möglichst bald gehen sollten. Wir könnten 2029 die Bundesrepublik Europa haben, wenn wir wollten.  Auch Indien ist kein einheitliches Volk, dort werden über 22 Sprachen gesprochen. Überregional verständigt man sich in Englisch. Wenn wir nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen, müssen wir einen europäischen Bundesstaat gründen, so wie zwischen 1945 und 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde. 

Theoretisch haben Sie recht mit Ihrer Forderung nach einem geeinten Europa!

Aber Europa ist nicht der Schmelztiegel USA. Der europäische Staatenbund setzt sich zusammen aus historisch gewachsenen Nationen, mit vielen verschiedenen Sprachen, Mentalitäten und Interessen.

Die sind nur unter einen Hut zu bringen, wenn eine Fremdherrschaft die Macht übernimmt - und genau das ist geschehen durch die Unterwanderung der EU durch die weltmachthungrigen US-Globalisten.

Würde die EU sonst deren Stellvertreterkrieg in der Ukraine finanzieren oder sich selbst schädigen durch die Sanktionen, den völlig überzogenen Rüstungswahn und die Kriegshetzerei gegen Russland?

Oder würde die EU sonst zulassen, daß die eigene Wirtschaft durch sinnlose Klimaschikanen ruiniert wird oder daß wir durch böswillige "Migrationspakte" immer mehr zu einem entmündigten und verarmten Völkergemisch werden?

Ich sehe daher nicht die Gefahr, sondern die Chance, daß dieser Staatenbund zerbricht - jedenfalls solange er von Marionetten europafeindlicher Mächte dominiert wird.

 

Fritz Hagedorn

15.02.2026 | 18:22

Nach der Rede von Rubio lehnt Merz, Vorgaben und Bevormundungen über die Klimapolitik ab.
Arrogant und hochnäsig wie immer, geht er wieder kaltblütig keine Kompromisse ein, obwohl die Mehrheit die Bürger, von dieser verlogenen Klimapolitik die Schnauze voll haben.
Die verlogene CO₂-Abgabe muss weg!

...und einmal mehr - zuvor - das ätzende Gesülze & Geschwurbel unseres geschassten Schulhof-Revoluzzers aus dem sauerländischen Brilon, Frd. Merz, vom US-Rotary Club Arnsberg : "...stärkste konventionelle Armee Europas, -nukleare Teilhabe an der französischen Atomstreitkraft ... Unabhängigkeit von den USA, China & Russland, usw .usw." ... und ca. 22.000.000 deutsche Rentner:innen sollen für den Schwachsinn bis zum Tode "anschaffen" gehen ! 

Mein Gott Frd. Fritze, kauf dir`nen Platz in der Gruft neben deinen dreckigen Nazi-Opa in Brilon ... und lass uns - um Himmels willen - endlich in Frieden leben !!! : https://taz.de/Merz-bejubelt-rechten-Grossvater/!806584/

Womit hat Deutschland diesen US-Rotarier verdient ? !

...wollen wir - nur einmal mehr - neue Gedenkbücher für rotarisch Diskriminierte ? : 

https://memorial-rotary.de/memorial

...einfach nur noch zum Kotzen, was dieses moralisch verkommene Pack öffentlich abliefert !

MP

Wie dumm ,wenn man Ratschläge ausschlägt ,selber taube Ohren hat ,blind auf einem Auge ist und in Lügenblasen lebt ,welche vor dem Platzen stehen . Hat man dann auch noch das Krankensystem ruiniert ,bleibt keine Hoffnung auf Besserung ! Dummheit kennt keine Grenzen .

"Rubio rief in München zur Erneuerung unter Führung der USA auf"

Na, das ist doch klar! Rubio spricht zwar von angeblicher Gleichberechtigung der Staaten, aber wer soll das glauben?? Indirekt hat er stets die USA als den übergeordneten Führer benannt. Und was das bedeutet, wissen wir doch längst. Also nicht unbedingt was Gutes, denn Alle haben sich dann unterzuordnen und den Befehlen dieses Führers zu gehorchen! Nichts Neues also.

Der Artikel v. Hr. Röper bringt es auf den Punkt:

"Im Prinzip war Rubios Rede ein Aufruf an die Europäer, sich den USA vollkommen zu unterwerfen. Er hat das in sehr langen Passagen, in denen er den Europäern mit schönen Worten das Köpfchen gestreichelt hat, verborgen, aber die Aussage seiner Rede war klar: Die USA wollen wieder die weltweit dominierende Macht werden und wollen sich die Welt untertan machen. Spielregeln wie Völkerrecht, internationale Verträge und Organisationen interessieren die USA nicht mehr, während sie früher wenigstens noch verbal verkündet haben, sie stünden für das Völkerrecht. Die Europäer haben nun die Wahl: Unterwerfen sie sich den USA und bekommen vielleicht noch ein ganz kleines Stück vom Kuchen ab, ein viel kleineres als in den vergangenen Jahrzehnten, oder es ergeht ihnen wie all den anderen Ländern, in und mit denen die USA inzwischen – siehe Venezuela – machen, was sie wollen. Vor diesem Hintergrund wird die Rede von Kanzler Merz auf der Münchener Sicherheitskonferenz, in der er die USA angebettelt hat, weiterhin ein Freund der Europäer zu sein, noch lächerlicher." - Voller Text unter: https://anti-spiegel.ru/2026/rubios-rede-war-eine-kriegserklaerung-an-das-voelkerrecht-und-den-rest-der-welt/

 

Wiedereinmal eine Nebelkerze, Münchner Sicherheitskonferenz, alles nur Schall und Rauch.

Wie ich darauf komme?

Schaut euch das hier an (folge dem Geld)

https://securityconference.org/ueber-uns/partner-und-sponsoren/

Warum mich das stutzig macht, ist diese Aussage von der msc

Partner und Sponsoren

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird von einer Vielzahl an Institutionen, Behörden und Organisationen unterstützt. Dabei achtet die MSC sorgfältig darauf, dass finanzielle Beiträge von Unterstützern jeweils nicht mehr als 5 Prozent des Gesamtbudgets der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz übersteigen und somit die Unabhängigkeit unserer Arbeit gewahrt wird.

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