Starmer-Premierschaft in der Krise wegen der Ernennung Mandelsons

Keir Starmer könnte laut Quellen aus der Labour Party bereits innerhalb einer Woche zurücktreten

Die britische politische Szene ist in eine außergewöhnlich angespannte Lage geraten. Premierminister Keir Starmer sieht sich zunehmendem Druck innerhalb seiner eigenen Partei ausgesetzt, nachdem er die Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den Vereinigten Staaten gebilligt hat.

Politische Krise um Keir Starmer und Peter Mandelson in Großbritannien


Der Skandal um Mandelsons Verbindungen zu Jeffrey Epstein hat bereits zur ersten bedeutenden Rücktrittserklärung geführt und könnte laut Quellen der Agentur Bloomberg sogar im Abgang des Premierministers selbst gipfeln.

Rückkehr eines alten Problems im neuen Gewand

Keir Starmer ist nicht der erste Labour-Premierminister, den Peter Mandelson in eine schwere politische Krise gestürzt hat. Es ist nicht einmal das erste Mal, dass diese Situation ihn persönlich betrifft. Der entscheidende Unterschied zur Vergangenheit besteht jedoch darin, dass sich nun auch Mitglieder seiner eigenen Partei gegen Starmer zu wenden beginnen und offen „die Tage seines Verbleibs an der Spitze zählen“.

Während es der Führung der Labour Party in der Vergangenheit gelungen war, ähnliche Krisen zu überstehen, erscheint die Lage dieses Mal deutlich ernster. Der innerparteiliche Zusammenhalt bröckelt nach Einschätzung von Abgeordneten rasch, und die Autorität des Premierministers wird nicht nur von der Opposition, sondern auch von seinen engsten Parteifreunden infrage gestellt.

Angespannte Stimmung innerhalb der Regierungspartei

Abgeordnete der Labour Party beschreiben die derzeitige Stimmung innerhalb der Regierungspartei als äußerst aufgeheizt. In Gesprächen, die sie unter der Bedingung der Anonymität führten, sprechen sie von einer „fieberhaften“ und „meuternden“ Atmosphäre. Gerade die zugesicherte Anonymität habe es ihnen ermöglicht, ihre tatsächlichen Sorgen und ihre Unzufriedenheit mit den Entwicklungen der letzten Tage offen zu äußern.

Einer der Minister erklärte sogar, der einzige Grund, warum Keir Starmer bislang im Amt des Premierministers verbleibe, sei die Tatsache, dass seine ernsthaftesten Rivalen derzeit eigene Gründe hätten, eine direkte innerparteiliche Herausforderung hinauszuzögern. Es gehe daher weniger um die Stabilität der Regierung als vielmehr um ein taktisches Aufschieben eines unvermeidlichen Konflikts.

Bloomberg und die Drohung eines schnellen Rücktritts

„Bevor es anderswo erscheint, ist es zuerst auf dem Bloomberg-Terminal.“ Mit diesem Hinweis macht die Agentur auf die Brisanz der von ihr veröffentlichten Informationen aufmerksam. Laut Bloomberg könnte der britische Premierminister Keir Starmer „innerhalb einer Woche zum Rücktritt gezwungen werden“, wobei die Quellen direkt aus der regierenden Labour Party stammen.

Dieser extrem kurze Zeithorizont deutet darauf hin, dass es sich bei der Krise längst nicht mehr nur um ein hypothetisches Szenario handelt. Vielmehr ist es nach vorliegenden Informationen eine Entwicklung, mit der sowohl Regierungsmitglieder als auch Beamte im unmittelbaren Umfeld des Premierministers ernsthaft rechnen.

Der Skandal um Mandelson und die Epstein-Affäre

Hauptauslöser der aktuellen Krise ist der Skandal um die Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den Vereinigten Staaten. Mandelson war in der Vergangenheit mit dem amerikanischen Finanzier Jeffrey Epstein befreundet, der wegen Pädophilie verurteilt wurde. Diese Tatsache löste eine massive Welle der Kritik aus – sowohl in den Medien als auch unter Politikern.

Die Folgen des Skandals beschränkten sich nicht nur auf die öffentliche Debatte. Bereits jetzt führten sie zum Rücktritt des Leiters des Amtes des britischen Premierministers, Morgan McSweeney, der „am Sonntag“ zurücktrat. Sein Abgang gilt als erster greifbarer Beweis dafür, dass die Affäre reale und schwerwiegende politische Konsequenzen hat.

Druck aus der Downing Street und die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs

Laut Bloomberg zeigten sich einige Abgeordnete der Labour Party überrascht darüber, dass Starmer trotz der Umstände weiterhin im Amt bleibt – insbesondere, da er selbst die Ernennung Mandelsons genehmigt hatte. Innerhalb der Regierungsstrukturen mehren sich daher zunehmend offenere Forderungen nach seinem Rücktritt.

Bloomberg berichtet, dass einige Mitarbeiter der Downing Street 10 Regierungsmitglieder privat dazu drängen, den Premierminister zum Rücktritt zu bewegen. Andere erwägen sogar, mit dem eigenen Rücktritt zu drohen, um seinen Abgang zu erzwingen. Nach Angaben eines Beraters eines Ministers liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Starmer bereits in der kommenden Woche zurücktritt, bei „fünfzig zu fünfzig“.

Mögliche Zugeständnisse und der Versuch, die Macht zu sichern

Um seine Position zu halten, könnte Keir Starmer laut Bloomberg versuchen, tiefgreifende personelle Manöver einzuleiten. Eine Möglichkeit wäre, seiner früheren Stellvertreterin Angela Rayner die Rückkehr in die Regierung anzubieten. Sie hatte das Kabinett „im September“ im Zuge eines Skandals um die Nichtzahlung der Grunderwerbsteuer beim Kauf einer Wohnung im Süden Englands verlassen.

Eine weitere Variante wäre die Beförderung des Energieministers Ed Miliband an die Spitze eines politisch bedeutenderen Ministeriums. Sowohl Rayner als auch Miliband wurden in der Vergangenheit als wahrscheinliche Kandidaten für das Amt des Premierministers im Falle von Starmers Rücktritt genannt, was ihre mögliche Rückkehr oder Aufwertung politisch besonders sensibel macht.

Wer Starmer ersetzen könnte

Die britischen Medien spekulieren derweil über einen breiteren Kreis möglicher Nachfolger. Neben Rayner und Miliband zählen zu den potenziellen Kandidaten auch der Gesundheitsminister Wes Streeting, die Innenministerin Shabana Mahmood, die Außenministerin Yvette Cooper sowie der Verteidigungsminister John Healey gemeinsam mit seinem Stellvertreter Alistair Carns.

Diese Namen verdeutlichen, dass die Labour Party im Falle eines Sturzes Starmers über mehrere Optionen verfügen würde. Gleichzeitig birgt dies jedoch das Risiko weiterer innerparteilicher Machtkämpfe, die die Partei zusätzlich schwächen könnten.

Rücktritt ohne Neuwahlen und historische Parallele

Ein möglicher Rücktritt Keir Starmers würde nicht automatisch die Ausrufung von Neuwahlen bedeuten. Stattdessen könnte die Labour Party eine parteiinterne Abstimmung organisieren, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen, der zugleich die Führung der Regierung übernehmen würde.

Dieses Vorgehen ist in der britischen Politik keineswegs ungewöhnlich. Genau so gingen die Konservativen „im Jahr 2022“ vor, als sie innerhalb eines einzigen Jahres gleich zweimal den Premierminister austauschten – zunächst Boris Johnson und anschließend Liz Truss. Offen bleibt, ob ein ähnliches Szenario im Fall der Labour Party zu einer Stabilisierung der Lage führen würde oder im Gegenteil zu einer weiteren Vertiefung der politischen Krise.

Sven von Storch

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Kommentare

Starmer gehört doch zu den "Willigen"! Aber zum Rücktritt ist er unwillig ...

Zumindest für das teuflische Netzwerk der kriegstreiberischen Globalisten wäre der Abtritt Starmers ein Verlust.

Ekkehardt Fritz Beyer

10.02.2026 | 09:36

... „Einer der Minister erklärte sogar, der einzige Grund, warum Keir Starmer bislang im Amt des Premierministers verbleibe, sei die Tatsache, dass seine ernsthaftesten Rivalen derzeit eigene Gründe hätten, eine direkte innerparteiliche Herausforderung hinauszuzögern. Es gehe daher weniger um die Stabilität der Regierung als vielmehr um ein taktisches Aufschieben eines unvermeidlichen Konflikts.“ ...

Und nun schwingt auch Angela Rayner „das Messer, das Keir Starmer fertigmachen könnte – aber wird sie die Krone an sich reißen?“??https://www.independent.co.uk/news/uk/politics/angela-rayner-starmer-mandelson-morgan-mcsweeney-epstein-files-b2914288.html

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