Viktor Orbán soll sich in Moskau mit Putin treffen

Budapest ist weiterhin bereit, die Präsidenten Trump und Putin zu empfangen

Nach Informationen des Portals VSquare, die von regionalen Medien in Mitteleuropa veröffentlicht wurden, soll der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am 28. November zu einem nichtöffentlichen Besuch nach Moskau reisen und mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verhandeln. Eine offizielle Bestätigung liegt bisher nicht vor, und große internationale Medien schweigen dazu.

Screenshot YouTube / Trotz Kritik der EU: Orbán bei Putin in Moskau eingetroffen / tagesschau
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VSquare beruft sich auf eine Quelle „mit Kenntnis aller Details der Reise“

Die Meldung über die geplante Reise tauchte zunächst in den sozialen Netzwerken des investigativen Webportals VSquare auf. Dieses behauptet, über Informationen einer Quelle zu verfügen, die „mit allen Details der Reise vertraut“ sei. Die ungarische Regierung hat bislang nicht auf Anfragen reagiert, und auch die russische Seite schweigt.

Als erste machte das tschechische Portal Novinky.cz auf den Informationsleck aufmerksam und weist ebenfalls darauf hin, dass es derzeit weder eine offizielle Bestätigung noch ein Dementi gibt. Die Nachricht wurde auch von slowakischen Medien übernommen, darunter Hlavné správy, die sich ebenfalls auf VSquare beziehen.

Laut VSquare haben sich die beiden Staatsmänner bereits vierzehnmal getroffen. Im Jahr 2022 verhandelten sie sogar dreimal. Zuletzt trafen sie sich am 5. Juli 2024 in Moskau, wo Orbán Putin nach vorliegenden Informationen dafür gedankt haben soll, dass er ihn „unter so schwierigen Umständen“ empfangen habe.

Informationen über einen möglichen US–Russland-Friedensgipfel in Budapest

In den vergangenen Monaten sind zudem weitere interessante Informationen rund um die ungarische Diplomatie aufgetaucht. Orbán erklärt wiederholt, dass Budapest bereit sei, einen Gipfel zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auszurichten.

Dieser Gipfel sollte ursprünglich bereits im Frühjahr 2025 stattfinden, wurde jedoch schließlich abgesagt. Orbán behauptet jedoch weiterhin, dass die Vorbereitungen fortgesetzt werden.

„Wir befinden uns in einem entscheidenden Moment, etwas beginnt sich zu entwickeln, der Budapester Friedensgipfel rückt näher“, sagte er am vergangenen Freitag im ungarischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die nächsten „zwei bis drei Wochen“ seien laut dem Regierungschef ausschlaggebend.

Mainstream-Medien haben das Treffen bisher nicht bestätigt

Während regionale Medien aktiv über das mögliche Treffen berichten, haben große linksliberale Agenturen wie Reuters, AP oder BBC bislang keinen eigenen Beitrag veröffentlicht, der den Termin oder die Vorbereitungen der Reise bestätigt.

Die Nachrichtenagentur Reuters beobachtete in den vergangenen Tagen vor allem die Diskussion um den sogenannten „28-Punkte-Friedensplan der USA“ für die Ukraine und Orbáns Reaktionen, erwähnte jedoch keinen Termin für einen Moskau-Besuch. Auch TASS, die russische Staatsagentur, hat bislang keine Nachricht über ein bevorstehendes Treffen Orbán–Putin veröffentlicht.

Ein Treffen könnte einen bedeutenden geopolitischen Schritt darstellen

Bis Budapest oder Moskau eine offizielle Stellungnahme veröffentlichen, bleibt die Meldung über Orbáns geplante Reise in den Kreml unbestätigt. Bislang handelt es sich lediglich um einen Leak aus einer anonymen Quelle, verbreitet von einem investigativen Medium.

Eines steht jedoch fest: Der ungarische Ministerpräsident scheint sich zunehmend als wichtiger Vermittler zwischen dem Westen und der Russischen Föderation positionieren zu wollen. Sollte sich seine erneute Reise nach Moskau bestätigen, könnte dies nicht nur die ungarische Politik, sondern den gesamten europäischen geopolitischen Raum spürbar beeinflussen.

Sven von Storch

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Kommentare

Else Schrammen

26.11.2025 | 14:33

Klasse Idee vom Orban! Der feiert dann mit Trump und Putin im Burgpalast den Frieden und die EU steht draußen und darf sich an den Fenstern die Nasen plattdrücken!

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