Absoluter Skandal im britischen Parlament

Untersuchung zu Vergewaltigungen von Kindern abgelehnt – Politik siegt über Gerechtigkeit

Was sich im Unterhaus des britischen Parlaments abgespielt hat, bezeichnen viele als einen der dunkelsten Momente der gegenwärtigen britischen Politik. 

Britisches Parlament lehnt Untersuchung zu Grooming Gangs ab


Die regierende Labour-Partei weigerte sich, eine landesweite Untersuchung zu umfangreichen Fällen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Mädchen einzuleiten, bekannt als „Grooming Gangs“. Der Antrag wurde mit 364 zu 111 Stimmen vom Tisch gewischt. Für viele Briten ist das ein Schock. Und für die Opfer ein weiterer Schlag.

Screenshot X@pegasusQ2004 House of Commons 12-06-2026

„Was haben sie zu verbergen?“ Farage verschärft den Ton

Der Vorsitzende von Reform UK, Nigel Farage, reagierte scharf und emotional. „Was haben sie zu verbergen?“, fragte er öffentlich. Er behauptet, jeder Versuch, eine vollständige nationale Debatte über diesen Skandal zu eröffnen, sei vom „Establishment“ systematisch unterdrückt worden.

Im Unterhaus erinnerte er daran, dass Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern nach verfügbaren Angaben in mindestens fünfzig Städten im gesamten Vereinigten Königreich stattgefunden hätten. Der Premierminister argumentiere seiner Ansicht nach, dass bereits eine Untersuchung unter Leitung von Professorin Alexis Jay durchgeführt worden sei. Farage wies jedoch darauf hin, dass dieser Bericht 459 Seiten umfasse und die Grooming Gangs seiner Meinung nach praktisch nicht spezifisch behandle – Rotherham werde nach seinen Worten lediglich am Rande erwähnt.

„Wir brauchen eine Untersuchung mit präzisem Fokus, keinen Streuschuss“, erklärte er. Sollte die Regierung sich weigern zu handeln, sei Reform UK nach seinen Worten bereit, Mittel für eine unabhängige Untersuchung zu sammeln.

Was genau wurde abgelehnt?

Die Vorsitzende der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, brachte einen Änderungsantrag zum Gesetz über das Wohlergehen von Kindern und Schulen (Children’s Wellbeing and Schools Bill) ein. Sie forderte eine vollständige, gezielte nationale Untersuchung der sogenannten Grooming Gangs – organisierter Tätergruppen, die systematisch junge Mädchen in zahlreichen britischen Städten missbrauchten.

Der Antrag wurde von 101 konservativen Abgeordneten sowie allen fünf Abgeordneten von Reform UK unterstützt. Kein einziger Labour-Abgeordneter stimmte dafür.

Der Schatten-Innenminister Chris Philp bezeichnete die Abstimmung als „Akt der Feigheit“. Seiner Ansicht nach hätten Labour-Abgeordnete die Parteiloyalität über die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer gestellt. „Sie werden der britischen Öffentlichkeit erklären müssen, warum sie gegen die Aufklärung der Folter und Vergewaltigung zahlloser schutzbedürftiger Mädchen sind“, sagte er.

Angst vor politischer Korrektheit

Kritiker behaupten, die Sorge um die politische Sensibilität des Themas – insbesondere im Hinblick auf Fragen von Ethnizität und Integration – habe bei der Entscheidung eine bedeutende Rolle gespielt. In der Vergangenheit gab es Vorwürfe, dass einige Fälle unzureichend verfolgt worden seien, gerade aus Angst, des Rassismus oder der Islamophobie bezichtigt zu werden.

Gegner einer neuen Untersuchung argumentierten, die Wiederaufnahme des Themas könne das Verhältnis zwischen Gemeinschaften beschädigen und sensible Fragen zu Ethnizität und Religion politisch instrumentalisieren. Einige Labour-Abgeordnete bezeichneten den Antrag als potenzielle „Schürung von Islamophobie“.

Kemi Badenoch entgegnete jedoch, dass ohne eine klare und offene Untersuchung der Verdacht der Vertuschung bestehen bleibe. Sie wies darauf hin, dass in der Vergangenheit die Sorge geherrscht habe, offen zu sprechen – aus Angst, als rassistisch gebrandmarkt zu werden. „Wenn wir verhindern wollen, dass so etwas jemals wieder geschieht, dürfen wir keine Angst vor der Wahrheit haben“, sagte sie.

Öffentlichkeit gespalten, Vertrauen erschüttert

Eine neue Welle des Interesses an dem Skandal entfachte sich auch nach einer Reihe von Beiträgen des Unternehmers Elon Musk in sozialen Medien während der Weihnachtszeit, die das Thema erneut in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte rückten.

Für viele Briten steht jedoch etwas anderes im Vordergrund: das Abstimmungsergebnis von 364 zu 111. Ein Symbol dafür, dass das Parlament es ablehnte, ein neues Kapitel der Untersuchung zu eröffnen.

Es ist eine Frage des Vertrauens. Vertrauen darauf, dass der Staat die Schwächsten schützt. Vertrauen darauf, dass die Wahrheit benannt wird – unabhängig davon, wie unbequem sie sein mag.

Die Abstimmung 364 zu 111 wird somit nicht nur eine Zahl in den Protokollen des Unterhauses bleiben. Für einen Teil der Öffentlichkeit ist sie zum Symbol der Überzeugung geworden, dass politische Eliten dem Image und der Ideologie Vorrang vor vollständiger Transparenz geben.

Sven von Storch

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Kommentare

Könnte man(n/ Frau) etwa mit dem Gewissen Probleme bekommen ?

Warum glauben eigentlich so viele Menschen immer alles unter den Tisch kehren zu können .Allein zig Nahtoderfahrungen zeigen auf ,dass jedes Leben jeden Moment gespeichert hat !

Ihr mögt nicht an einen Gott glauben und euch selbst dazu machen wollen ,doch die Realiät sagt etwas völlig anderes auf .  

Matth:  7: 13-14  Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit und der Weg breit, der ins Verderben führt , und viele gehen hindurch. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige finden ihn!

In diesen Sexual-Skandal ist so gut wie die ganze Elite aus Adel, Politik, Sport usw. der Erde verstrickt. Sie begingen Verbrechen, die sich ein normaler Mensch nicht ausmalen kann. Sie haben die absolute Macht über die Politik und die Justiz. Daher werden sie auch mit Sicherheit nicht verurteilt

Haben die, die diese Untersuchung abgelehnt haben - und das war das Gos dieses Parlaments - selbst diesbezüglich Dreck am Stecken?? Denn normalerweise hat doch jeder den Wunsch und Willen, scheußlichen Verbrechen insbesondere an Kindern auf die Spur zu kommen und die Täter hinter Schloss und Riegel zu bringen. Ausgenommen natürlich die, die in solche Verbrechen verwickelt sind!

"Lebt" Epstein vielleicht weiter?? Sein widerliches Netzwerk war ja unendlich weit gespannt, weltweit! Und wenn man die Geschichte der Briten und ihrer weltweit begangenen Verbrechen der letzten Jahrhunderte verfolgt, dann weiß man, dass insbesondere diese Nation überall brutale Verbrechen begangen hat. Kinder wurden dabei nie verschont und ausgenommen. Der britische Ex-Prinz z. B. weist ja nun in der Neuzeit eindeutig darauf hin!

 

"Absoluter Skandal im britischen Parlament

Untersuchung zu Vergewaltigungen von Kindern abgelehnt – Politik siegt über Gerechtigkeit"

 

Das ist im Westen nichts Neues, nichts Neues in der so genannten "westlichen Wertegemeinschaft".

In Deutschland bspw. siegen Parteienstaat und eine "im Grunde von Wahnsinn beherrschte", "exekutive Allmacht" und "organisierte Kriminalität gegen die Verfassung" entfaltende Politik - Exekutive längst über alle übrige Staatsgewalt, während "die Hüter*Innen der Verfassung" dem nichts entgegenzusetzen haben und auf ganzer Linie versagen. 

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