In Deutschland gibt es nach aktuellen Zahlen der der Bundesagentur für Arbeit einen deutlichen Anstieg der Zahl der Kinder, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Im Juni dieses Jahres lebten 2,05 Millionen Kinder und Jugendliche in Hartz-IV-Bezieher-Familien, was rund 100.000 mehr als im Juni 2016 waren.
Für diesen Zuwachs um fünf Prozent sorgen vor allem Asylsuchende sowie Zuwanderer aus den EU-Ländern Rumänien und Bulgarien. Bei den ausländischen Kinder, die von Hartz-IV-Leistungen leben, gab es einen Anstieg um 41 Prozent auf rund 584.000.
Mitte 2017 bezogen rund 205.000 syrische Kinder Hartz-IV-Leistungen, was rund 112.500 mehr als ein Jahr zuvor sind. Die Zahl afghanischer Kinder in Bedarfsgemeinschaften wuchs um rund 25.000 auf etwa 37.000. Rund 51.000 anspruchsberechtigte Kinder kommen aus dem Irak aus, was eine Erhöhung um 26.000 darstellt.
Diese Gruppe erhielt zunächst Asylbewerberleistungen und dann nach Anerkennung als Schutzsuchende eine Unterstützung wie deutsche Langzeitarbeitslose. Für Rumänen und Bulgaren gilt seit Anfang 2014 volle Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union.
Bürger dieser beiden Ländtauchen immer stärker in der Statistik auf. Im Juni 2017 bekamen 30.340 Kinder aus Bulgarien und 27.828 aus Rumänien Hartz-IV-Leistungen ausgezahlt.
Dabei haben bei EU-Bürgern Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen nur jene, die in Deutschland schon einmal gearbeitet haben. Es reichen jedoch laut der Bundesagentur für Arbeit ein Minijob oder eine selbstständige Tätigkeit aus, um anspruchsberechtigt zu werden.
Der monatliche Hartz-IV-Regelsatz liegt aktuell bei 409 Euro für alleinstehende Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche bis zu 311 Euro. Darüber hinaus werden Wohnkosten übernommen, die in einer angemessenen Höhe sein sollen. Insgesamt mussten im laufenden Jahr 900 Millionen Euro zusätzlich zum Vorjahr bewilligt werden.
Deutlicher Anstieg durch Asylsuchende sowie Rumänen und Bulgaren
Immer mehr Migrantenkinder leben von Hartz-IV
Die Zahl von Kindern, die Hartz-IV-Leistungen beziehen, ist in Deutschland stark gestiegen und sorgen für 900 Millionen Euro Mehrkosten. Grund ist die Zuwanderung durch Asylsuchende sowie aus den EU-Ländern Rumänien und Bulgarien.
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