US-Präsident Donald Trump sollen laut einem Bericht der »New York Times« Pläne des Pentagon vorliegen, um einer »iranischen Bedrohung« für US-amerikanische Truppen entgegen zu wirken. Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan strebe demnach eine Verlegung von bis zu 120.000 Soldaten in die Nahost-Region an.
Die Pläne gelten sowohl als Defensivmaßnahme für etwaige Angriffe auf US-Truppen, vor denen jüngst der israelische Geheimdienst Mossad warnte, sollen aber auch militärische Stärke demonstrieren, falls die Entwicklung von Nuklearwaffen durch den Iran aktiviert werde.
Teheran kündigte in der vergangenen Woche an, sich aus dem internationalen Nuklearpakt JCPOA zurückziehen zu wollen. Eine Vorbereitung für eine Invasion in den Iran sei es nicht, betonte US-Präsident Donald Trump. Sollten die USA gegen den Iran in den Krieg ziehen, würden sie »verdammt viel mehr Soldaten« schicken.
US-Außenminister Mike Pompeo sicherte am Dienstag nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Sotschi ebenso zu, die USA strebten keinen Krieg mit dem Iran an.
In jedem Fall wäre eine solche Verlegung eine Abkehr von Trumps bisheriger Planung, die USA militärisch aus den Brandherden des Nahen Ostens, wie Afghanistan und Syrien, abziehen zu wollen. Schon in den letzten Monaten zeichnete sich so etwas ab.
Seit vier Monaten ist das Verteidigungsministerium nur kommissarisch geführt. Trumps Sicherheitsberater John Bolton soll für die Truppenpläne im Pentagon teilweise verantwortlich sein. Er trat in der Vergangenheit immer wieder für einen Regimewechsel in Teheran ein.
Pentagon will durch Abschreckung »iranische Bedrohung eindämmen«
USA planen 120.000 Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden
Im Zuge wachsender Spannungen zwischen der USA und dem Iran soll das Pentagon erwägen 120.000 US-Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Die Verlegung wäre als Abschreckungsmaßnahme gegenüber einer »iranischen Bedrohung« in der Region gedacht.
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