Studentin erschien im Niqab zur Vorlesung

Universität Kiel verhängt Verschleierungsverbot

Nachdem eine zum Islam konvertierte Deutsche vollverschleiert im Niqab zur Botanik-Vorlesung erschien, hat die Universiät Kiel Konsequenzen gezogen. In sämtlichen Lehrveranstaltungen und Prüfungen herrscht ab sofort ein Verschleierungsverbot.

An der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wurde ein Verschleierungsverbot erlassen. Mit dem Verbot von Burka und Niqab zog die Hochschule die Konsequenz aus einem Vorfall Ende vergangenen Jahres. Eine angehende Ernährungswissenschaftlerin war zu einer Botanik-Vorlesung im Niqab erschienen. Der Dozent wies die zum Islam konvertierte Deutsche zurecht und ließ den Fall jetzt von der Uni-Spitze entsprechend klären.

Das Präsidium der Hochschule begründete ihre Entscheidung auch damit, dass die Kommunikation in Forschung, Lehre und Verwaltung nicht nur auf dem gesprochenen Wort beruhe, sondern auch auf Mimik und Gestik. Daher dürfe ein Gesichtsschleier in Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Gesprächen, die sich auf Studium, Lehre und Beratung im weitesten Sinne beziehen, nicht getragen werden.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßte den Beschluss des Uni-Präsidiums und kündigte eine Gesetzesinitiative gegen das Tragen von Gesichtsschleiern in allen Schulen des Landes an. »Ich beabsichtige, im Rahmen einer Schulgesetz-Novelle für eine entsprechende Klarstellung für den schulischen Bereich zu sorgen«, erklärte Prien.


Sven von Storch

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