An der Flensburger Europa Universität wurde eine Ausstellung zum Thema »Lügenpresse Fake News« mit dem Karikaturisten Götz Wiedenroth wieder abgesagt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Flensburger Hochschule zusätzlich zu der Ausstellung eine einstündige Diskussion mit den Studenten zum Thema politische Karikaturen durchführt.
Ebenso hat der Landesverband des Deutschen Journalisten-Verband (DJV), der Mitveranstalter der Ausstellung war, seine Unterstützung zurückgezogen und sich distanziert. Das ganze sei vom Flensburger Medienstammtisch organisiert worden, heißt es, wo Wiedenroth auch Mitglied ist. Der Terminhinweis auf der DJV-Homepage wurde entfernt.
Die Universität ließ über ihre Pressesprecherin Kathrin Fischer mitteilen, dass dem Leiter des Studiengangs Kunst vor weitergehenden Recherchen nicht klar gewesen sei, in welche Richtung einige der Karikaturen Wiedenroths gehen. Es habe eine lange Diskussion im Präsidium gegeben, was Satire und Meinungsfreheit dürfe. Hier sei ein Grat überschritten.
»Es war offensichtlich dem Zuständigen aus der Kunst nicht klar. Er hat nicht weiter recherchiert, sondern nur Karikaturen gesehen, die offensichtlich verhältnismäßig harmlos waren. Erst auf Nachfrage haben wir alle recherchiert, was Götz Wiedenroth sonst für Karikaturen veröffentlicht«, sagte Fischer.
»Natürlich müsse Satire wehtun, die Zeichnungen von Wiedenroth aber würden zu weit gehen. Die Europa-Universität habe sich der Vielfalt verpflichtet. Da sei kein Raum für antisemitische, fremden-, frauen- und islamfeindliche Inhalte«, führte die Pressesprecherin weiter aus.
Wiedenroth ist erschrocken über diese Einstufung: »Die öffentlich erhobene Behauptung, ich würde mich feindschaftlich gegenüber Frauen, Moslems, Ausländern oder Juden/ Arabern verhalten, ist unwahr und wird von mir scharf zurückgewiesen.«
Er begegne jedem Menschen freundlich und verbindlich, was alle Personen, die ihn kennen, bestätigen werden. »Seine Karikaturen hingegen machen die Politik lächerlich, das ist die Aufgabe der politischen Karikatur«, sagte der 51-jährige.
Wiedenroth ist seit mehr als 20 Jahren als Karikaturist, Zeichner und Cartoonist in Flensburg tätig. Dabei erschienen immer wieder Karikaturen von ihm in schleswig-holsteinischen Tageszeitungen. 1997 und 2001 erhielt er den »Deutschen Preises für die politische Karikatur«.
Der Karikaturist setzt sich in seinen Cartoons ironisch zugespitzt regelmäßig mit Themen wie Feminismus, Gender Mainstream, Islamismus, Political Correctness, aber auch mit Merkels Politik auseinander. Der Absage ging ein massiver »Shitstorm« aus linken Kreisen voraus.
Karikaturen finden sich unter wiedenroth-karikatur.de
Karikaturist Wiedenroth darf Satire-Cartoons nicht mehr ausstellen
Uni Flensburg stoppt politisch unkorrekte Karikaturen-Ausstellung
Seit mehr als 20 Jahren publiziert Götz Wiedenroth politische Karikaturen in Tageszeitungen. Jetzt wurde eine Ausstellung mit ihm an der Universität Flensburg wieder abgesagt, weil er zu politisch unkorrekt an aktuelle Themen herangeht.
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