US-Präsident Donald Trump warnt den NATO-Partner Türkei im Falle eines Angriffs auf kurdische Truppen in Nordsyrien vor einer »wirtschaftlichen Zerstörung«. »Gleichzeitig will ich auch nicht, dass die Kurden die Türkei provozieren«, twitterte er weiter.
Was genau mit »wirtschaftlicher Zerstörung« gemeint sei, ließ Trump offen. Allerdings hatte er im vergangenen Jahr bereits im Zuge des Streits um einen in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt und Strafzölle gegen Ankara erhöht. Die Sanktionen wurden später wieder aufgehoben.
Seitens der mit den USA alliierten Kurden in Nordsyrien wird nach dem Rückzug der US-Soldaten aus dem Land ein Angriff der Türkei befürchtet, da Ankara die kurdischen Kämpfer der YPG als Terroristen und verlängerten Arm der in der Türkei verbotenen kurdischen PKK sieht.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am vergangenen Dienstag, sehr bald zur Tat schreiten zu wollen, »um diese Terrororganisationen auf syrischem Boden zu neutralisieren«. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Donnerstag, dass die Türkei losschlagen werde, sollten die USA ihren Abzug zu lange hinauszögern.
Die Türkei hat zuletzt ihre Truppen an der Grenze zum kurdisch kontrollierten Teil Syriens verstärkt. Es handelt sich dabei um Kampfpanzer und Truppen. US-Außenminister Mike Pompeo drückte am Wochenende seine Hoffnung aus, dass sich die USA und die Türkei noch auf den Schutz der kurdischen Truppen einigen könnten.
Die türkische Regierung reagierte am Montag scharf auf die Drohung des US-Präsidenten. Der türkische Präsidentensprecher Ibrahim Kalin erklärte an Trump gerichtet: »Terroristen können nicht Ihre Partner und Alliierten sein.«
Es gebe für Ankara keinen Unterschied zwischen dem »Islamischen Staat«, der PKK oder der YPG, sagte Kalin. »Wir werden auch weiterhin gegen sie alle kämpfen.« Die Türkei erwarte, dass die USA die strategische Partnerschaft der beiden NATO-Staaten respektiere.
US-Präsident stellt sich hinter Verbündete in Nordsyrien
Trump warnt Türkei bei Angriff auf Kurden vor wirtschaftlicher Zerstörung
Mit dem geplanten Abzug der US-Truppen aus Syrien fürchten kurdische Truppen immer mehr einen Angriff der Türkei. US-Präsident Trump stellt sich klar hinter die Alliierten in Nordsyrien und droht der Türkei bei einem solchen Angriff mit »wirtschaftlicher Zerstörung«.
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