Milizen der radikalislamischen Taliban griffen in der vergangenen Nacht das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif mit einer Autobombe an. Laut afghanischen Behörden wurden bei dem Anschlag mindestens sechs Menschen getötet und fast 120 verletzt.
Das Auswärtige Amt erklärte alle deutschen Mitarbeiter des Generalkonsulats seien sicher und unverletzt, allerdings wäre das Gebäude erheblich beschädigt worden. In dem Konsulat sind etwa zwei Dutzend Mitarbeiter beschäftigt, die jetzt in das zehn Kilometer entfernte, von der Bundeswehr geführte Nato-Camp Marmal gebracht worden.
Ermittlern zufolge hatte ein Attentäter einen Kohlelastwagen gegen eine Mauer des Konsulats gesteuert. Unter der Kohle war der Sprengstoff versteckt gewesen. Die Explosion richtete auch an umliegenden Gebäuden Schaden an.
Im Umfeld des Konsulats wurden zudem Schusswechsel vermeldet, als bewaffnete Motorradfahrer der Taliban auf das Gebäude zustürmten. Zwei Motorradfahrer wurden von Bundeswehrsoldaten erschossen, ein dritter schwer verletzt.
Die Taliban erklärten ihren Angriff als eine Vergeltung für einen US-Luftangriff in Kundus vor einer Woche. Damals waren mehr als 30 Zivilisten getötet worden. Die Bundesregierung erklärte in Kundus zwar Berater der afghanischen Armee zu haben, aber an den Luftangriffen nicht beteiligt gewesen zu sein.
Islamisten sorgen mit Autobombe für Tote und Verletze
Taliban attackiert deutsches Konsulat in Masar-i-Scharif
Taliban-Milizen verübten einen Autobombenanschlag auf das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Mindestens sechs Menschen wurden getötet, etliche verletzt. Begründet wurde die Tat als Vergeltung für einen US-Luftangriff.
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