In der Schweiz ging die nationalkonservative SVP erneut als stärkste Kraft hervor. Mit 25,6 Prozent der Wählerstimmen verlor die Volkpartei zwar 3,8 Prozentpunkte gegenüber der Wahl vor vier Jahren, blieb aber mit deutlichem Abstand vorne.
Dahinter folgen ebenso mit kleineren die Verlusten die sozialdemokratische SP (16,8 Prozent / minus 2,0) und die rechtsliberale FDP (15,1 Prozent / minus 1,3) verloren. Deutlich zulegen und damit erstmals viertstärkste Kraft sind die Grünen (13,2 Prozent / plus 6,1).
Die christdemokratische CVP blieb geringfügig verlierend dahiner (11,4 Prozent / minus 0,2). Klare Zugewinne gab es auch für die Grünliberalen (7,6 Prozent / plus 3,0).
Mit der Wahl haben SVP und FDP ihre knappe Mehrheit im Nationalrat verloren, jedoch wechselten die Freisinnigen in den vergangenen vier Jahren ohnehin regelmäßig im Palament das Lager und stimmten zusammen mit den Sozialdemokraten.
Für die Sitzverteilung heiß es nun wie folgt: 54 Sitze SVP, 38 SP, 29 FDP , 28 Grüne, 25 CVP, 16 GLP, die restlichen 10 Plätze würden an mehrere Parteien gehen, die alle voraussichtlich weniger als drei Prozent der Stimmen bei der Wahl erreichen.
Die Zugewinne für die beiden grünen Parteien könnten eine der etablierten Parteien einen Sitz in der Regierung kosten und damit zu einer politischen Neuorientierung führen. In der Schweiz ist es Tradition, dass die vier größten Parteien gemeinsam die Regierung bilden.
Bisher hatten SVP, SP und FDP jeweils zwei Sitze in der siebenköpfigen Regierung inne, während einer an die CVP ging. Die Grünen haben nun Anspruch auf eine Regierungsbeteiligung erhoben. Damit könnte der Sitz der Christdemokraten an diese fallen.
Nationalratswahl in der Schweiz
SVP bleibt klar vorne, Grüne überholen Christdemokraten
Bei den Nationalratswahlen in der Schweiz konnten sich die Konservativen von der SVP als stärkste Kraft behaupten. Deutliche Zuwächse gab es für die Grünen, die erstmals vor den Christdemokraten landeten und so deren Regierungsposten beanspruchen können.
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