Gegen den belgischen Kandidaten für das Amt des künftigen EU-Justizkommissars ermitteln derzeit die Behörden. Nach Angaben der Brüsseler Staatsanwaltschaft ist Außenminister Didier Reynders mit einer vorläufigen Untersuchung zu Vorwürfen der Geldwäsche in der Demokratischen Republik Kongo konfrontiert.
Es geht dabei um geflossene Bestechungsgelder beim Bau der belgischen Botschaft in Kinshasa, Geldwäsche mithilfe von Briefkastenfirmen und Kontakte zu Waffenhändlern. Die Staatsanwaltschaft entschied daher, ein Untersuchungsverfahren gegen den 61-jährigen Lütticher einzuleiten.
Die Anschuldigungen gegen Reynders stammen von einem ehemaligen Mitarbeiter des belgischen Geheimdienstes, gab die Staatsanwaltschaft am Wochenende bekannt, ohne weitere Details zu nennen. Die Ermittlungen seien noch in einer sehr frühen Phase. Das Büro von Reynders war für Stellungnahmen nicht erreichbar.
Ab Ende September beginnen im Europäischen Parlament Anhörungen, ob die vorgeschlagenen Kandidaten für die künftige EU-Kommission geeignet sind.
Vorwurf der Geldwäsche und Bestechung gegen Belgier Didier Reynders
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen designierten EU-Justizkommissar
Der belgische Außenminister Didier Reynders soll in der neuen EU-Kommission das Justizressort übernehmen. Jetzt ermittelt selber die Justiz gegen ihn. Es geht bei der Staatsanwaltschaft Brüssel unter anderem um Bestechungsgelder und Geldwäsche.
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