Der Twitter-Account der Berliner SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli wurde vorläufig gesperrt. Chebli zählte in einem Posting Familienmitglieder mit dem Vornamen Mohammed auf (»Mein Vater hieß Mohammed. Ich heiße Sawsan Mohammed Chebli. Mein ältester Neffe heißt Mohammed. Meine Nichte hat ihrem Sohn den Namen ihres Opas gegeben«) und schrieb dazu an die AfD gerichtet: »Wir werden schon dafür sorgen, dass dieser Name nie verschwindet!«
Die Veröffentlichung der aus einer palästinensisch-libanesischen Familien stammenden SPD-Politikerin wurde nach allerlei Kritik in dem sozialen Netzwerk als ein Verstoß gegen die Regeln der Internet-Plattform gewertet und daher entsprechend gesperrt. Ausgangspunkt war ein Beitrag der Berliner Zeitung »BZ«, dass 2018 in der Hauptstadt der Vorname Mohammed der beliebteste Jungenname für Neugeborene war.
Unterdessen wurde nach einer 24-stündigen Sperre der Twitter-Account von Sasan Chebli wieder freigegeben. An ihre politischen Unterstützer, welche die Entscheidung von Twitter kritisierten, richtete die 40-jährige Staatssekretärin als ersten Eintrag dann die Botschaft: »Yeah! Bin wieder da! Und ich wurde sogar vermisst. Ihr seid so süß! Danke für die Solidarität.«
Twitter hatte Ende April eine neue Funktion zur Europawahl bereitgestellt, nach der Nutzer wahlbezogene falsche und irreführende Informationen melden können. Plattformen wie Twitter oder Facebook standen in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik, nicht genug gegen digitale Desinformation zu unternehmen.
Erst vor zwei Wochen sorgte Chebli mit einer Äußerung über »Allahu akbar«-Rufe am Rande des Notre-Dame-Brands für Empörung. Die Staatssekretärin verteidigte solche auf Twitter: »‘Allahu akbar’ wird für viele Gefühlsregungen verwandt. Wie oft hab ich als Kind meine Mom rufen hören: ‘Allahu akbar bist du stur’. Beim Spaziergang entlang der Corniche rufen Männer fröhlich Frauen zu: ‘Allahu akbar, bist du schön’.«
Sawsan Chebli empört mit Posting zu Berlins beliebtesten Jungennamen 2018
SPD-Staatssekretärin nach Mohammed-Posting bei Twitter gesperrt
Die immer wieder mit umstrittenen Äußerungen auffallende Berliner SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli bekam nun bei Twitter eine zeitweilige Sperre. Sie postete zu dem in Berlin beliebtesten Jungennamen 2018, man werde dafür sorgen, dass der Name Mohammed nie verschwinde.
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