NGO-Schiff hatte keine Rettungserlaubnis für das Mittelmeer

Spanien belegt Open Arms mit hoher Geldbuße

Auf Anordnung durch die italienische Justiz durfte das NGO-Schiff »Open Arms« nun doch mit 83 illegalen Migranten an Bord auf Lampedusa anlegen. Jetzt belegt Spanien die Betreiberorganisation mit einer hohen Geldbuße wegen fehlender Rettungserlaubnis.

Spanien kündigt nach dem Anlegen des gleichnamigen Schiffes in Lampedusa an, die Organisation »Open Arms« mit einer hohen Geldbuße zu belegen. Wie die spanische Vize-Regierungschefin Carmen Calvo mitteilte, habe es für deren Schiff »keine Rettungserlaubnis« gegeben, als sie die Migranten vor der Küste Libyens aufnahm.

Es sei beim Auslaufen aus dem Hafen in Barcelona im April lediglich die Erlaubnis zur Lieferung humanitärer Hilfe nach Griechenland erteilt worden. Die Generaldirektion der spanischen Handelsflotte drohte Proactiva Open Arms in einem Schreiben eine Strafe von bis zu 901.000 Euro an, weil sie ein Verbot zum Ansteuern der libyschen Küstengewässer missachtet habe.

Das Schiff der spanischen Organisation Proactiva Open Arms mit zuletzt 83 illegalen Migranten aus Afrika an Bord wurde am Mittwoch auf Anweisung des Staatsanwalts Luigi Patronaggio im Hafen Porto Empedocle vorerst beschlagnahmt.


Sven von Storch

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