Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht kein grundsätzliches Extremismusproblem in der Bundeswehr. »Bewaffnete Einheiten ziehen Bekloppte an« , sagte Gabriel in einer Diskussion mit Bundeswehrsoldaten vor dem Weißen Haus in Washington, die dort derzeit zu Ausbildungszwecken weilen.
So etwas habe es immer wieder gegeben und die Bundeswehr es immer wieder geschafft, das zu bewältigen. Der Fall Franco A. sei »schrecklich«, es komme aber letztlich darauf an, wie damit umgegangen werde. »Wichtig ist, daß die Bundeswehr in der Lage ist, das aufzudecken und sich davon zu trennen.«
Zu Zeiten der Wehrpflichtarmee sei dieses noch einfacher gewesen, erklärte Gabriel. »Ich war nicht so ein Fan, das gebe ich zu, der Abschaffung der Wehrpflicht«, sagte er. »Nicht so sehr, weil ich Sorge hatte, es bildet sich ein Staat im Staat. Meine Sorge war eher, daß die Gesellschaft sich von der Bundeswehr abwendet«, fügte Gabriel an.


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