Die Schweiz reagierte Herbst 2015 noch als Nicht-EU-Mitglied auf den Hilferuf des EU-Kommissars für Migration, Dimitris Avramopoulos, und übernahm freiwillig 1.500 Migranten aus den Flüchtlingslagern von Griechenland und Italien.
Dabei wurde aber von vornherein festgelegt, nur solche Asylbewerber aufzunehmen, bei denen nach einer Vorabprüfung klar war, dass deren Asylanträge positiv beschieden werden könnten.
Damit ist jetzt Schluss. Die Schweiz wird auf erneute Hilferufe der EU nicht reagieren, ließ Emmanuelle Jacquet von Sury vom Staatssekretariat für Migration der Schweiz mitteilen. »Wir sehen zum jetzigen Zeitpunkt von einer Teilnahme am zweiten Relocation-Programm ab«, sagte Jacquet von Sury
Er begründet dieses damit, dass in den Lagern nicht mehr genügend Personen vorhanden wären, deren Asylgesuch überhaupt eine Chance hätte. EU-Kommissar Avramopoulos hatte ihn und andere Länder gebeten, möglichst viele Personen aufzunehmen und kündigte ein zweites Umsiedlungsprogramm der EU an.
Die Schweiz will sich damit auch nicht länger von der EU die teuren Abschiebungen auferlegen lassen. Man insistiert, dass EU besser daran täte, ihre Grenzen effektiv vor Personen zu schützen, die sowieso keine Bleibeberechtigung nachweisen können.
Keine weitere Teilnahme am EU-Programm zur Aufteilung von Asylbewerbern
Schweiz zeigt Merkels Asylpolitik eine Rote Karte
Die EU plant ein weiteres Programm zur Umsiedlung in Italien und Griechenland angekommener Asylbewerber. Während sich die Schweiz 2015 noch freiwillig beteiligte, erteilt diese jetzt eine Absage, da bei den Migranten Asylgründe nicht erkennbar seien.
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