Das regelmäßig für Schüler von der zehnten Klasse an im Plenarsaal des Deutschen Bundestages durchgeführte Planspiel »Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren« wurde am gestrigen Dienstag von Jugendlichen als Showbühne für die aus dem grünen Lager aktuell geschürte Klima-Hysterie missbraucht.
Als Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gerade sein Abschluss-Statement hielt, sprangen etwa 20 Schüler auf, liefen vors Rednerpult, ließen sich fallen und stellten sich tot. Zwei unter ihnen hielten ein Transparent hoch: »Eure Klimapolitik = Katastrophe« und beklagten, die Koalition nehme mit einer verfehlten Klimapolitik »die schwerste Krise der Menschheit« nicht ernst.
Der Protest im Bundestagssaal stieß jedoch bei vielen anderen Jugendlichen auf Missfallen. Etliche Teilnehmer des Planspiels quittierten daher die Aktion mit Buh-Rufen. Ein Jugendlicher stürmte auf und entriss den Demonstranten in kürzester Zeit ihr Transparent.
Schäuble gab sich zu den erstmal weiter liegen bleibenden Schülern gelassen: »Bleiben Sie ruhig liegen. Ich sage allerdings, morgen Mittag um zwölf Uhr muss ich hier die Sitzung des Bundestags eröffnen, und bis dahin sollten Sie sich entfernt haben.«
Bei dem vom Besucherdienst des Deutschen Bundestages angeboten »Jugend und Parlament« werden für jeweils etwa 300 junge Menschen Teilnahme, Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung vom Bundestag übernommen. Die Organisation der Personen liegt bei den jeweiligen Wahlkreisabgeordneten.
Unterstützt wurde die Aktion vom Netzwerk »Fridays for Future«. Allerdings können die 20 Schüler diese kaum so planmäßig durchgeführt haben, wenn sie nicht Hilfe aus Abgeordnetenbüros gehabt haben, denn beim Zugang zum Bundestag und insbesondere zum Plenarsaal wird jeder einzeln kontrolliert. Auch ein Transparent in dieser Größenordnung käme nur bei Abgeordneten und deren Mitarbeitern durch die Sicherheitsschleuse.
Bezeichnend ist dabei, dass die Grüne Jugend nur wenig später ein Video davon ins Netz stellte und die Aktion mit »Tumult im #Bundestag! #FridaysForFuture geht den nächsten Schritt und trägt den Überlebenskampf ins Parlament. Volle Unterstützung!« lobte. Man sieht immer mehr wie »Fridays for Future« ein von den Grünen gesteuertes Event ist, um junge Menschen durch Panikmache für sich zu instrumentalisieren.
Konsequenzen soll es für die jugendlichen Protestierer nach ersten Informationen keine geben, obwohl zur Wahrung der Würde des Hauses Kundgebungen aller Art rund um den Plenarsaal strikt verboten sind und mindestens ein sofortiges Hausverbot mit sich ziehen. Das wäre wohl gleich alles anders abgelaufen, wenn dort Menschen gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel protestiert hätten.
Inszenierte Klima-Protestaktion bei Schüler-Planspiel im Bundestag
Plenarsaal von 20 Klimarettern als Showbühne missbraucht
Einen Tag bevor der Bundestag über Klimapolitik diskutiert, missbrauchten 20 Teilnehmer bei einem Schüler-Planspiel den Plenarsaal als Bühne für eine Protestaktion und stießen mit ihrer sehr inszeniert und nicht ohne Abgeordnetenhilfe ablaufenden Aktion auf Unmut bei vielen anderen Teilnehmern.
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