Ex-CDU-Generalsekretär fordert Ausschluss konservativer Basisbewegung

Peter Tauber_ Für Werte-Union kein Platz in der CDU

Schon vor Jahren machte der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber deutlich, dass er alle, die den Kurs von Angela Merkel kritisieren, nicht länger in der Partei sehen will. Jetzt fordert er vor dem Bundesparteitag den Ausschluss der konservativen »Werte-Union«.

In einem Gastbeitrag für die »Welt« spricht sich im Vorfeld des am Wochenende stattfindenen Bundesparteitages der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber dafür aus, die konservative »Werte-Union« aus der CDU auszuschließen.

Der 45-jährige Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium erklärte, für eine Gruppe, »die schon mit ihrem Namen unterstellt, alleiniger Lordsiegelbewahrer der Werte zu sein«, sei schlicht »kein Platz in der CDU«

Tauber kritisiert, die Werte-Union falle ständig durch »schrille Töne« und Kritik an der Parteiführung unangenehm auf. Dabei wäre es für die CDU schon wahrlich nicht leicht, den Laden beieinanderzuhalten.

Der Frankfurter meint: »Alle Parteimitglieder haben die Pflicht, beide nach Kräften zu unterstützen. Doch leider pflegen manche in der Partei ihre eigenen Befindlichkeiten auf Kosten des großen Ganzen.«

Weiter heißt es: »Die ständige Selbstbeschäftigung und das laute Wehklagen schadet der CDU und widerspricht zudem dem Anspruch, stets das Wohl des Landes über das der Partei zu stellen.«

Tauber warnt vor einem innerparteilichen Streit, der der CDU nur dasselbe elende Schicksal bescheren würde wie der einst stolzen Volkspartei SPD. Von daher sei es besser mal nicht unterschiedliche Positionen unter den CDU-Mitgliedern nach außen zu tragen.

Damit bleibt Tauber sich beim Alten. Schon vor einigen Jahren brachte Merkels einstiger Generalsekretär zum Ausdruck: »Wer nicht für Angela Merkel ist, ist ein Arschloch und kann gehen« und zeigte, was er unter innerparteilicher Demokratie versteht.

Mit seiner arroganten Art trug er mehr als einmal dazu bei, dass CDU-Wähler sich vermehrt bei der AfD besser aufgehoben fühlen. Bekannt ist sein Zitat, die CDU-Leute, die zur AfD abwandern wolle er »nicht einmal geschenkt« zurück.

Für Tauber gibt es nur ein bloßes Abnicken des Kurses von Merkel und Kramp-Karrenbauer. Kein Widerspruch. Da darf es auch einen Zusammenschluss Wertkonservativer innerhalb der nach links gerückten wie die »Werte-Union« nicht länger geben. Solche Leute müssen raus aus der Union.


Sven von Storch

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