Ungarns Regierungschef Viktor Orbán verteidigte in einem Interview mit der »Bild«-Zeitung seine restriktive Zuwanderungspolitik. Dabei antwortete er auf die Frage, was er denn zu den ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer sage, dass er fünf Kinder habe, er aber auch Politiker sei und damit Verantwortung habe.
Schuld an diesen Tragödien tragen zuerst die Menschen selber, die sich hier auf dem Weg machen, aber auch die die Politiker in Europa, die Migranten ermutigen und den Eindruck erwecken, dass es sich lohnt loszuziehen. Orbán betonte: »Wenn wir also Leben retten wollen, müssen wir die Menschen am Südufer des Mittelmeers aufhalten, ehe sie sich auf den hoffnungslosen Weg machen.«
Er plädiere dafür, dass jeder Gerettete nach Afrika zurück müsse. Nur so könne man das Massensterben auf See verhindern. »Jede Entscheidung, die den Migranten die Botschaft schickt, sie können kommen, wird zu immer neuen Tragödien führen.« Die Ungarn wollen keine Wirtschafts-Migranten aufnehmen. Orbàn sprach sich schließlich für einen Masterplan für die Länder aus, aus denen die Flüchtlinge kommen.
»Projekte, die verhindern, dass Migranten sich überhaupt auf den Weg machen. Modernisierung, Aufbau von Wirtschaft und Verwaltung, mit Hilfe und unter Aufsicht der Geberländer. In der Sahelzone, in Ägypten. Da wäre Ungarn mit Freude dabei, denn wir vertreten seit Jahren die Ansicht, dass nicht das Übel nach Europa, sondern die Hilfe dorthin verbracht werden muss, wo sie benötigt wird«, so Orbán.
Ungarns Ministerpräsident mahnt zu einer restriktiveren Migrationspolitik
Orbán_ Leben retten, heißt die Menschen am Südufer des Mittelmeers aufzuhalten
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán fordert, afrikanische Migranten konsequent am Südufer des Mittelmeers abzufangen und zurückzubringen, nicht hier aufzunehmen. Dies sei der einzige Weg, damit sich nicht immer mehr nach Europa aufmachen.
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